Der Prophet Jesaja Gottes Anklage gegen sein Volk und Klage des Propheten \1\ $1$ Das Gesicht, das Jesaja, der Sohn des Amoz, ber Juda und Jerusalem geschaut hat in den Tagen von Usija, Jotam, Ahas, Hiskia, den K”nigen von Juda. $2$ H”rt, ihr Himmel, und horch auf, du Erde! Denn der HERR hat geredet: Ich habe Kinder groágezogen und auferzogen, sie aber haben mit mir gebrochen. $3$ Ein Rind kennt seinen Besitzer und ein Esel die Krippe seines Herrn. Israel [aber] hat keine Erkenntnis, mein Volk hat keine Einsicht. $4$ Wehe, sndige Nation, schuldbeladenes Volk, Geschlecht von šbelt„tern, verderbenbringende Kinder! Sie haben den HERRN verlassen, haben den Heiligen Israels verworfen, sie haben sich nach hinten abgewandt. - $5$ Wohin wollt ihr noch geschlagen werden, die ihr [eure] Widerspenstigkeit [nur] vermehrt? Das ganze Haupt ist krank, und das ganze Herz ist siech. $6$ Von der Fuásohle bis zum Haupt ist keine heile Stelle an ihm: Wunden und Striemen und frische Schl„ge; sie sind nicht ausgedrckt und nicht verbunden, noch mit ™l gelindert. $7$ Euer Land ist eine ™de, eure St„dte sind mit Feuer verbrannt; euer Ackerland - Fremde verzehren [seine Frucht] vor euren Augen; eine ™de ist es wie bei einer Umkehrung durch Fremde. $8$ Und die Tochter Zion ist briggeblieben wie eine Laubhtte im Weinberg, wie eine Nachthtte im Gurkenfeld, wie eine belagerte Stadt. $9$ H„tte der HERR der Heerscharen uns nicht einen ganz kleinen šberrest gelassen, wie Sodom w„ren wir, Gomorra w„ren wir gleich. Verurteilung des falschen Gottesdienstes und Aufruf zum echten Gottesdienst $10$ H”rt das Wort des HERRN, ihr Anfhrer von Sodom! Horcht auf die Weisung unseres Gottes, Volk von Gomorra! $11$ Wozu [soll] mir die Menge eurer Schlachtopfer [dienen]? # spricht der HERR. Ich habe die Brandopfer von Widdern und das Fett der Mastk„lber satt, und am Blut von Jungstieren, L„mmern und jungen B”cken habe ich kein Gefallen. $12$ Wenn ihr kommt, um vor meinem Angesicht zu erscheinen - wer hat das von eurer Hand gefordert, meine Vorh”fe zu zertreten? $13$ Bringt nicht l„nger nichtige Speisopfer! Das R„ucherwerk ist mir ein Greuel. Neumond und Sabbat, das Einberufen von Versammlungen: Snde und Festversammlung ertrage ich nicht. $14$ Eure Neumonde und eure Feste haát meine Seele. Sie sind mir zur Last geworden, ich bin es mde, [sie] zu ertragen. $15$ Und wenn ihr eure H„nde ausbreitet, verhlle ich meine Augen vor euch. Auch wenn ihr noch so viel betet, h”re ich nicht: eure H„nde sind voll Blut. $16$ Wascht euch, reinigt euch! Schafft mir eure b”sen Taten aus den Augen, h”rt auf, B”ses zu tun! $17$ Lernt Gutes tun, fragt nach dem Recht, weist den Unterdrcker zurecht! Schafft Recht der Waise, fhrt den Rechtsstreit der Witwe! Gottes Rechtshandel mit Juda, Klage ber Zion - Zuknftige Umkehr durch Gericht $18$ Kommt denn und laát uns miteinander rechten! spricht der HERR. Wenn eure Snden rot wie Karmesin sind, wie Schnee sollen sie weiá werden. Wenn sie rot sind wie Purpur, wie Wolle sollen sie werden. $19$ Wenn ihr willig seid und h”rt, sollt ihr das Gute des Landes essen. $20$ Wenn ihr euch aber weigert und widerspenstig seid, sollt ihr vom Schwert gefressen werden. Denn der Mund des HERRN hat geredet. $21$ Wie ist zur Hure geworden die treue Stadt! Sie war voller Recht; Gerechtigkeit wohnte darin, und jetzt M”rder! $22$ Dein Silber ist zu Schlacke geworden, dein edler Wein mit Wasser gepanscht. $23$ Deine Obersten sind Widerspenstige und Diebesgesellen, jeder von ihnen liebt Bestechungen und jagt Geschenken nach. Der Waise verschaffen sie nicht Recht, und der Rechtsstreit der Witwe kommt nicht vor sie. $24$ Darum spricht der Herr, der HERR der Heerscharen, der M„chtige Israels: Wehe! Ich werde mich weiden an meinen Gegnern und Rache nehmen an meinen Feinden. $25$ Und ich werde meine Hand gegen dich wenden und werde deine Schlacken ausschmelzen wie mit Pottasche und all deine Schlacke beseitigen. $26$ Ich will deine Richter wiederherstellen wie in der ersten [Zeit] und deine Ratgeber wie im Anfang. Danach wird man dich nennen: Stadt der Gerechtigkeit, treue Stadt. $27$ Zion wird erl”st werden durch Recht und die, die in ihm umkehren, durch Gerechtigkeit. $28$ Aber Zerbruch [trifft die] Abtrnnigen und Snder alle miteinander; und die den HERRN verlassen, werden umkommen. $29$ Denn sie werden besch„mt werden wegen der Terebinthen, die ihr begehrt, und ihr werdet schamrot werden wegen der G„rten, die ihr erw„hlt habt. $30$ Denn ihr werdet sein wie eine Terebinthe, deren Laub verwelkt ist, und wie ein Garten, der kein Wasser hat. $31$ Und der Starke wird zu Werg werden und sein Tun zum Funken; und beide miteinander werden sie brennen, und niemand wird l”schen. Das zuknftige Friedensreich Mi 4,1-5 \2\ $1$ Das Wort, das Jesaja, der Sohn des Amoz, ber Juda und Jerusalem geschaut hat: $2$ Und es wird geschehen am Ende der Tage, da wird der Berg des Hauses des HERRN feststehen als Haupt der Berge und erhaben sein ber die Hgel; und alle Nationen werden zu ihm str”men. $3$ Und viele V”lker werden hingehen und sagen: Kommt, laát uns hinaufziehen zum Berg des HERRN, zum Haus des Gottes Jakobs, daá er uns auf Grund seiner Wege belehre und wir auf seinen Pfaden gehen! Denn von Zion wird Weisung ausgehen und das Wort des HERRN von Jerusalem. $4$ Und er wird richten zwischen den Nationen und fr viele V”lker Recht sprechen. Dann werden sie ihre Schwerter zu Pflugscharen umschmieden und ihre Speere zu Winzermessern. Nicht [mehr] wird Nation gegen Nation das Schwert erheben, und sie werden den Krieg nicht mehr lernen. $5$ Haus Jakob, kommt, laát uns im Licht des HERRN leben! Gericht am Tag des HERRN $6$ Ja, du hast dein Volk, das Haus Jakob, aufgegeben. Denn sie sind voll [von Wahrsagern] aus dem Osten und sind Zauberer wie die Philister, und mit den Kindern der Fremden schlagen sie in die H„nde. $7$ Sein Land wurde voll von Silber und Gold, und seine Sch„tze haben kein Ende. Sein Land wurde voll von Pferden, und seine Wagen haben kein Ende. $8$ Sein Land wurde voll von G”tzen. Man wirft sich nieder vor dem Werk seiner H„nde, vor dem, was seine Finger gemacht haben. $9$ Da wird der Mensch gebeugt und der Mann erniedrigt. Und du m”gest ihnen nicht vergeben! $10$ Verkriech dich in den Fels und halte dich im Staub versteckt vor dem Schrecken des HERRN und vor der Pracht seiner Majest„t! $11$ Die stolzen Augen des Menschen werden erniedrigt, und der Hochmut des Mannes wird gebeugt werden. Aber der HERR wird hoch erhaben sein, er allein, an jenem Tag. $12$ Denn der HERR der Heerscharen hat [sich] einen Tag [vorbehalten] ber alles Hoff„rtige und Hohe und ber alles Erhabene, daá es erniedrigt werde; $13$ ber alle Zedern des Libanon, die hohen und erhabenen, und ber alle Eichen Basans; $14$ ber alle hohen Berge und ber alle erhabenen Hgel; $15$ ber jeden hohen Turm und ber jede steile Mauer; $16$ ber alle Tarsis-Schiffe und ber alle kostbaren Boote. $17$ Und der Stolz des Menschen wird gebeugt und der Hochmut des Mannes erniedrigt werden. Und der HERR wird hoch erhaben sein, er allein, an jenem Tag. $18$ Und die G”tzen - [mit ihnen] ist es v”llig aus. $19$ Da wird man sich in Felsenh”hlen und in Erdl”chern verkriechen vor dem Schrecken des HERRN und vor der Pracht seiner Majest„t, wenn er sich aufmacht, die Erde zu schrecken. $20$ An jenem Tag wird der Mensch seine silbernen G”tzen und seine goldenen G”tzen, die man ihm zum Anbeten gemacht hat, den Spitzm„usen und den Flederm„usen hinwerfen, $21$ um sich in die Felsspalten und Steinklfte zu verkriechen vor dem Schrecken des HERRN und vor der Pracht seiner Majest„t, wenn er sich aufmacht, die Erde zu schrecken. $22$ Laát ab vom Menschen, in dessen Nase [nur] ein Hauch ist! Denn wofr ist er zu achten? Gericht ber Snden, besonders ber die der h”heren St„nde und deren Frauen \3\ $1$ Denn siehe, der Herr, der HERR der Heerscharen, nimmt von Jerusalem und von Juda Sttze und Stab hinweg, jede Sttze des Brotes und jede Sttze des Wassers: $2$ Held und Kriegsmann, Richter und Prophet und Wahrsager und Žltesten; $3$ den Obersten von fnfzig [Mann] und den Angesehenen und den Ratgeber und den geschickten Zauberer und den Beschw”rungsknstler. $4$ Dann mache ich junge M„nner zu ihren Obersten, und Mutwillige sollen ber sie herrschen. $5$ Da wird sich das Volk [bedr„ngen], Mann gegen Mann und jeder gegen seinen N„chsten. Sie werden frech auftreten, der Junge gegen den Alten und der Verachtete gegen den Geehrten. $6$ Dann wird jemand seinen Bruder im Haus seines Vaters packen [und sagen]: Du hast [noch] einen Mantel, Anfhrer sollst du uns sein! Und dieser Trmmerhaufen sei unter deiner Hand! $7$ Doch der wird an jenem Tag [seine Stimme] erheben: Ich will kein Wundarzt sein, und in meinem Haus ist kein Brot und kein Mantel. Macht mich nicht zum Anfhrer des Volkes! - $8$ Denn Jerusalem ist gestrzt und Juda gefallen, weil ihre Zunge und ihre Taten gegen den HERRN sind, um den Augen seiner Herrlichkeit zu trotzen. $9$ Daá sie die Person ansehen, zeugt gegen sie. Und von ihrer Snde sprechen sie offen wie Sodom, sie verschweigen sie nicht. Wehe ihrer Seele! Denn sich selbst tun sie B”ses an. $10$ Sagt vom Gerechten, daá [es ihm] gutgehen wird, denn die Frucht ihrer Taten werden sie genieáen. $11$ Wehe dem Gottlosen! Es wird ihm schlechtgehen, denn das Tun seiner H„nde wird ihm vergolten. $12$ [Ach,] mein Volk, seine Antreiber sind Mutwillige, und Frauen beherrschen es. Mein Volk, deine Fhrer sind Verfhrer, und den Weg, den du gehen sollst, verwirren sie. $13$ Der HERR steht da zum Rechtsstreit, und er tritt auf, um die V”lker zu richten. $14$ Der HERR wird ins Gericht gehen mit den Žltesten seines Volkes und dessen Obersten: Ihr, ihr habt den Weinberg abgeweidet, das dem Elenden Geraubte ist in euren H„usern. $15$ Was [f„llt] euch [ein]? Mein Volk zertretet ihr, und das Gesicht der Elenden zermalmt ihr! spricht der Herr, der HERR der Heerscharen. $16$ Und der HERR sprach: Weil die T”chter Zions hochmtig sind und mit hochgerecktem Hals dahergehen und verfhrerische Blicke werfen, [weil sie] trippelnd einherstolzieren und mit ihren Fuáspangen klirren: $17$ deshalb wird der Herr den Scheitel der T”chter Zions grindig machen, und der HERR wird ihre Stirn entbl”áen. $18$ An jenem Tag wird der Herr wegnehmen den Schmuck der Fuáspangen und Stirnb„nder und Halbmonde; $19$ die Ohrgeh„nge und Armketten und Schleier; $20$ die Kopfbunde und Schrittkettchen und Grtel und Riechfl„schchen und Amulette; $21$ die Fingerringe und Nasenringe; $22$ die Prachtkleider und M„ntel und Umschlagtcher und Beutel; $23$ die Handspiegel und Hemden und Turbane und šberwrfe. $24$ Und es wird geschehen, statt des Wohlgeruchs wird Moder sein und statt des Grtels ein Strick, statt des Lockenwerks eine Glatze und statt des Prunkgewandes ein umgrteter Sack, ein Brandmal statt Sch”nheit. $25$ Deine M„nner werden durchs Schwert fallen und deine Helden im Krieg. $26$ Da werden ihre Tore klagen und trauern, und vereinsamt sitzt sie am Boden. \4\ $1$ Und an jenem Tag werden sieben Frauen einen Mann ergreifen und sagen: Wir wollen unser eigenes Brot essen und uns mit unserem eigenen Mantel bekleiden. Wenn nur dein Name ber uns genannt wird! Nimm unsere Schmach hinweg! Herrlichkeit Jerusalems nach L„uterung $2$ An jenem Tag wird der Sproá des HERRN zur Zierde und zur Herrlichkeit sein und die Frucht des Landes zum Stolz und zum Schmuck fr die Entkommenen Israels. $3$ Und es wird geschehen: Wer in Zion briggeblieben und wer in Jerusalem briggelassen ist, wird heilig heiáen, [jeder,] der zum Leben aufgeschrieben ist in Jerusalem. $4$ Wenn der Herr den Kot der T”chter Zions abgewaschen und die Blutschuld Jerusalems aus dessen Mitte hinweggesplt hat durch den Geist des Gerichts und durch den Geist des Ausrottens, $5$ dann wird der HERR ber der ganzen St„tte des Berges Zion und ber seinen Versammlungen eine Wolke schaffen bei Tag und Rauch sowie Glanz eines flammenden Feuers bei Nacht; denn ber der ganzen Herrlichkeit wird ein Schutzdach sein. $6$ Und ein Laubdach wird zum Schatten dienen bei Tag vor der Hitze, und als Zuflucht und Obdach vor Wolkenbruch und Regen. Gleichnis vom unfruchtbaren Weinberg \5\ $1$ Singen will ich von meinem Freund, das Lied meines Liebsten von seinem Weinberg: Einen Weinberg hatte mein Freund auf einem fetten Hgel. $2$ Und er grub ihn um und s„uberte ihn von Steinen und bepflanzte ihn mit Edelreben. Er baute einen Turm in seine Mitte und hieb auch eine Kelterkufe darin aus. Dann erwartete er, daá er Trauben bringe. Doch er brachte schlechte Beeren. $3$ Und nun, Bewohner von Jerusalem und M„nner von Juda, richtet doch zwischen mir und meinem Weinberg! $4$ Was war an meinem Weinberg noch zu tun, und ich h„tte es nicht an ihm getan? Warum habe ich erwartet, daá er Trauben bringe, und er brachte schlechte Beeren? $5$ Nun, so will ich euch denn mitteilen, was ich mit meinem Weinberg tun werde: Seinen Zaun [will ich] entfernen, daá er abgeweidet wird, seine Mauer niederreiáen, daá er zertreten wird. $6$ Ich werde ihn zur Wstenei machen. Er soll nicht beschnitten und nicht behackt werden, in Dornen und Disteln soll er aufgehen. Und ich will den Wolken befehlen, daá sie keinen Regen auf ihn regnen lassen. $7$ Denn der Weinberg des HERRN der Heerscharen ist das Haus Israel, und die M„nner von Juda sind die Pflanzung seiner Lust.Und er wartete auf Rechtsspruch, und siehe da: Rechtsbruch; auf Gerechtigkeit, und siehe da: Geschrei ber Schlechtigkeit. Weherufe wegen Snden - Drohendes Gericht durch einen furchtbaren Feind $8$ Wehe denen, die Haus an Haus reihen, Feld an Feld rcken, bis kein Raum mehr ist und ihr allein ans„ssig seid mitten im Land! $9$ [So hat] der HERR der Heerscharen in meine Ohren [geschworen]: Wenn nicht die vielen H„user zur Ein”de werden [und] die groáen und sch”nen ohne Bewohner sind! $10$ Denn zehn Juchart Weinberge werden [nur] ein Bat bringen, und ein Homer Samen wird [nur] ein Efa bringen. - $11$ Wehe denen, die sich frh am Morgen aufmachen, um Rauschtrank nachzujagen, die bis sp„t am Abend bleiben, [daá] der Wein sie erhitze! $12$ Zither und Harfe, Tamburin und Fl”te und Wein geh”ren zu ihrem Gelage. Aber auf das Tun des HERRN schauen sie nicht, und das Werk seiner H„nde sehen sie nicht. $13$ Darum wird mein Volk gefangen wegziehen aus Mangel an Erkenntnis. Seine Vornehmen sind Hungerleider, und seine l„rmende Menge ist ausged”rrt vor Durst. $14$ Darum sperrt der Scheol seinen Schlund weit auf und reiát seinen Rachen auf ohne Maá. Und hinabf„hrt seine Pracht und sein Getmmel und sein L„rm und wer darin frohlockt. $15$ Da wird der Mensch gebeugt und der Mann erniedrigt, und die Augen der Hochmtigen werden erniedrigt. $16$ Und der HERR der Heerscharen wird im Gericht erhaben sein, und Gott, der Heilige, sich heilig erweisen in Gerechtigkeit. - $17$ Und L„mmer werden [dort] weiden wie auf ihrer Trift, und Ziegen n„hren sich in den Trmmerst„tten der Vertriebenen. $18$ Wehe denen, die die Schuld herbeiziehen mit Stricken des Nichts, und die Snde wie mit Wagenseilen! $19$ Die da sagen: Es eile, es komme rasch sein Werk, damit wir es sehen! Und der Ratschluá des Heiligen Israels nahe heran und komme, damit wir ihn erkennen! $20$ Wehe denen, die das B”se gut nennen und das Gute b”se; die Finsternis zu Licht machen und Licht zu Finsternis; die Bitteres zu Sáem machen und Sáes zu Bitterem! $21$ Wehe denen, die in ihren eigenen Augen weise sind und sich selbst fr verst„ndig halten! $22$ Wehe denen, die Helden sind im Weintrinken und tapfere M„nner im Mischen von Rauschtrank; $23$ die den Ungerechten wegen eines Bestechungsgeschenkes gerecht sprechen, den Gerechten aber ihre Gerechtigkeit absprechen! $24$ Darum, wie des Feuers Zunge die Stoppeln verzehrt und drres Gras in der Flamme zusammensinkt, so wird ihre Wurzel wie Moder werden und ihre Blte auffliegen wie Staub. Denn sie haben das Gesetz des HERRN der Heerscharen verworfen und das Wort des Heiligen Israels verschm„ht. $25$ Darum ist der Zorn des HERRN gegen sein Volk entbrannt, und er hat seine Hand gegen sie ausgestreckt und sie geschlagen. Und die Berge erbebten, und ihre Leichen lagen wie Kehricht mitten auf den Straáen. Bei alledem hat sein Zorn sich nicht gewandt, und noch ist seine Hand ausgestreckt. $26$ Und er wird ein Feldzeichen aufrichten fr die Nation in der Ferne, und er wird sie herbeipfeifen vom Ende der Erde; und siehe, eilends, schnell wird sie kommen. $27$ Kein Ersch”pfter und kein Strzender ist bei ihr; nicht schlummert noch schl„ft sie; keinem l”st sich der Grtel von seinen Lenden, [und] keinem zerreiát der Riemen seiner Schuhe. $28$ Ihre Pfeile sind gesch„rft und all ihre Bogen gespannt, die Hufe ihrer Pferde sind Kieselsteinen gleich und ihre R„der gleich dem Wirbelwind. $29$ Ihr Gebrll ist wie das einer L”win, sie brllt wie dieá­áJungl”wen. Und sie knurrt und packt die Beute und bringt sie in Sicherheit, und kein Retter ist da. $30$ Und sie knurrt ber ihr an jenem Tag wie das Tosen des Meeres. Dann blickt man zur Erde, und siehe, angstvolle Finsternis; und das Licht ist verfinstert durch ihr Gew”lk. Gesicht des Jesaja und seine Beauftragung \6\ $1$ Im Todesjahr des K”nigs Usija, da sah ich den Herrn sitzen auf hohem und erhabenem Thron, und die S„ume [seines Gewandes] fllten den Tempel. $2$ Seraphim standen ber ihm. Jeder von ihnen hatte sechs Flgel: mit zweien bedeckte er sein Gesicht, mit zweien bedeckte er seine Fáe, und mit zweien flog er. $3$ Und einer rief dem andern zu und sprach: Heilig, heilig, heilig ist der HERR der Heerscharen! Die ganze Erde ist erfllt mit seiner Herrlichkeit! $4$ Da erbebten die Trpfosten in den Schwellen von der Stimme des Rufenden, und das Haus wurde mit Rauch erfllt. $5$ Da sprach ich: Wehe mir, denn ich bin verloren. Denn ein Mann mit unreinen Lippen bin ich, und mitten in einem Volk mit unreinen Lippen wohne ich. Denn meine Augen haben den K”nig, den HERRN der Heerscharen, gesehen. $6$ Da flog einer der Seraphim zu mir; und in seiner Hand war eine glhende Kohle, die er mit einer Zange vom Altar genommen hatte. $7$ Und er berhrte [damit] meinen Mund und sprach: Siehe, dies hat deine Lippen berhrt; so ist deine Schuld gewichen und deine Snde geshnt. $8$ Und ich h”rte die Stimme des Herrn, der sprach: Wen soll ich senden, und wer wird fr uns gehen? Da sprach ich: Hier bin ich, sende mich! $9$ Und er sprach: Geh hin und sprich zu diesem Volk: H”ren, ja, h”ren sollt ihr und nicht verstehen! Sehen, ja, sehen sollt ihr und nicht erkennen! $10$ Mache das Herz dieses Volkes fett, mache seine Ohren schwer[h”rig], und verklebe seine Augen: damit es mit seinen Augen [nicht] sieht und mit seinen Ohren [nicht] h”rt und sein Herz [nicht] einsichtig wird und es [nicht] umkehrt und Heilung fr sich findet! $11$ Da sagte ich: Wie lange, Herr? Und er sprach: Bis die St„dte verwstet sind, ohne Bewohner, und die H„user ohne Menschen und das Land zur ™de verwstet ist. $12$ Der HERR wird die Menschen weit fortschicken, und die Verlassenheit mitten im Land wird groá sein. $13$ Und ist noch ein Zehntel darin, so wird es wieder dem Niederbrennen anheimfallen wie die Terebinthe und wie die Eiche, an denen beim F„llen ein Stumpf [bleibt] - ein heiliger Same ist sein Stumpf. Des K”nigs Ahas Verzagtheit und Unglaube - Verheiáung des Immanuel \7\ $1$ Und es geschah in den Tagen des Ahas, des Sohnes Jotams, des Sohnes Usijas, des K”nigs von Juda, da zog Rezin, der K”nig von Aram, und Pekach, der Sohn des Remalja, der K”nig von Israel, nach Jerusalem hinauf zum Kampf gegen es; aber er konnte nicht gegen es k„mpfen. $2$ Als nun dem Haus David gemeldet wurde: Aram hat sich auf [dem Gebiet von] Ephraim niedergelassen, da bebte sein Herz und das Herz seines Volkes, wie die B„ume des Waldes vor dem Wind beben. $3$ Der HERR aber sprach zu Jesaja: Geh doch hinaus, Ahas entgegen, du und dein Sohn Schear-Jaschub, an das Ende der Wasserleitung des oberen Teiches, zur Straáe des Walkerfeldes, $4$ und sage ihm: Hte dich und halte dich ruhig! Frchte dich nicht, und dein Herz verzage nicht vor diesen beiden rauchenden Holzscheitstmpfen, [n„mlich] vor der Zornglut Rezins und Arams und des Sohnes Remaljas! $5$ Weil Aram B”ses gegen dich beschlossen hat [ebenso wie] Ephraim und der Sohn des Remalja, indem sie sagen: $6$ `Laát uns gegen Juda hinaufziehen und ihm Grauen einjagen und es fr uns erobern, und dort den Sohn des Tabeal zum K”nig machen!, $7$ so spricht der Herr HERR: Es wird nicht zustandekommen und nicht geschehen. $8$ Denn das Haupt von Aram ist Damaskus, und das Haupt von Damaskus ist Rezin - und noch 65 Jahre, dann ist Ephraim zerschlagen, [dann ist es] kein Volk [mehr] -, $9$ und das Haupt von Ephraim ist Samaria und das Haupt von Samaria ist der Sohn des Remalja. Glaubt ihr nicht, dann bleibt ihr nicht! $10$ Und der HERR fuhr fort, zu Ahas zu reden, und sprach: $11$ Fordere dir ein Zeichen vom HERRN, deinem Gott! In der Tiefe fordere es oder oben in der H”he! $12$ Ahas aber sagte: Ich will nicht fordern und will den HERRN nicht prfen. $13$ Da sprach er: H”rt doch, Haus David! Ist es euch zu wenig, Menschen zu ermden, daá ihr auch meinen Gott ermdet? $14$ Darum wird der Herr selbst euch ein Zeichen geben: Siehe, die Jungfrau wird schwanger werden und einen Sohn geb„ren und wird seinen Namen Immanuel nennen. $15$ Rahm und Honig wird er essen, bis er weiá, das B”se zu verwerfen und das Gute zu w„hlen. $16$ Denn ehe der Junge weiá, das B”se zu verwerfen und das Gute zu w„hlen, wird das Land verlassen sein, vor dessen beiden K”nigen dir graut. $17$ Der HERR wird ber dich, ber dein Volk und ber das Haus deines Vaters Tage kommen lassen, wie sie nicht gekommen sind seit dem Tag, an dem Ephraim sich von Juda getrennt hat: den K”nig von Assur. $18$ Und es wird geschehen an jenem Tag, da wird der HERR die Fliege, die am Ende der Str”me Žgyptens, und die Biene, die im Land Assur ist, herbeipfeifen. $19$ Dann werden sie kommen und sich alle niederlassen in den T„lern der Schluchten und in den Spalten der Felsen, in allen Dornstr„uchern und an allen Tr„nkpl„tzen. $20$ An jenem Tag wird der Herr durch das Schermesser, das auf der anderen Seite des Stromes gedungen wurde, [n„mlich] durch den K”nig von Assur, das Haupt scheren und das Haar der Beine, ja, auch den Bart wird es wegnehmen. $21$ An jenem Tag wird es geschehen, da wird einer eine junge Kuh und zwei Schafe am Leben erhalten. $22$ Und es wird geschehen, wegen der Menge der Milch, die sie geben, wird er Rahm essen, ja, Rahm und Honig wird jeder essen, der im Land briggeblieben ist. $23$ Und es wird an jenem Tag geschehen, daá jeder Ort, wo tausend Weinst”cke [im Wert] von tausend Silber[schekeln] stehen, den Dornen und Disteln geh”rt. $24$ [Nur] mit Pfeilen und Bogen wird man dorthin kommen, denn zu Dornen und Disteln wird das ganze Land werden. $25$ Und [auf] alle Berge, die mit der Hacke behackt werden, dahin wirst du nicht kommen aus Furcht vor Dornen und Disteln. Und sie werden ein Ort sein, an den man Rinder treibt und der von Schafen zertreten wird. Der Sohn des Propheten als Zeichen des Gerichts \8\ $1$ Und der HERR sprach zu mir: Nimm dir eine groáe Tafel und schreibe darauf mit Menschengriffel: Fr Schnell-Raub Eile-Beute! $2$ Da nahm ich mir zuverl„ssige Zeugen: den Priester Uria und Secharja, den Sohn des Jeberechja. - $3$ Und ich nahte der Prophetin, und sie wurde schwanger und gebar einen Sohn. Und der HERR sprach zu mir: Gib ihm den Namen: `Schnell-Raub Eile Beute! $4$ Denn ehe der Junge zu rufen versteht: `Mein Vater! und: `Meine Mutter!, wird man den Reichtum von Damaskus und die Beute von Samaria vor dem K”nig von Assur hertragen. $5$ Und der HERR fuhr fort, weiter zu mir zu reden: $6$ Weil dieses Volk die Wasser von Siloah verworfen, die still dahinflieáen, und Freude hat an Rezin und dem Sohn des Remalja: $7$ darum, siehe, l„át der Herr die m„chtigen und groáen Wasser des Stromes ber sie heraufsteigen - den K”nig von Assur und all seine Herrlichkeit. Er wird heraufsteigen ber all seine Betten und ber all seine Ufer gehen. $8$ Und er wird ber Juda dahinfahren, [alles] berschwemmen und berfluten; bis an den Hals wird er reichen. Und die Spanne seiner Flgel wird die Weite deines Landes fllen, Immanuel! $9$ Tobt, ihr V”lker, und erschreckt! Und horcht auf, all ihr fernen [Bewohner] der Erde! Grtet euch und erschreckt, grtet euch und erschreckt! $10$ Schmiedet einen Plan, er geht in die Brche! Beredet die Sache, sie wird nicht zustandekommen! Denn Gott ist mit uns. $11$ Denn so hat der HERR zu mir gesprochen, als [seine] Hand [mich] packte und er mich davor warnte, auf dem Weg dieses Volkes zu gehen: $12$ Ihr sollt nicht alles Verschw”rung nennen, was dieses Volk Verschw”rung nennt. Das, was sie frchten, sollt ihr nicht frchten und nicht [davor] erschrecken. $13$ Den HERRN der Heerscharen, den sollt ihr heiligen! Er sei eure Furcht, und er sei euer Schrecken! $14$ Und er wird zum Heiligtum sein und zum Stein des Anstoáes und zum Fels des Strauchelns fr die beiden H„user Israel, zum Klappnetz und zur Falle fr die Bewohner Jerusalems. $15$ Und viele unter ihnen werden strzen, werden fallen und zerbrechen, verstrickt und gefangen werden. - $16$ Binde die Offenbarung zusammen, versiegele die Weisung unter meinen Jngern! - $17$ Und ich will auf den HERRN harren, der sein Angesicht vor dem Haus Jakob verbirgt, und will auf ihn hoffen. $18$ Siehe, ich und die Kinder, die der HERR mir gegeben hat, wir sind zu Zeichen und zu Wundern in Israel [geworden] vom HERRN der Heerscharen, der auf dem Berg Zion wohnt. $19$ Und wenn sie zu euch sagen: Befragt die Totengeister und die Wahrsagegeister, die da flstern und murmeln! [, so antwortet:] Soll nicht ein Volk seinen Gott befragen? [Soll es etwa] fr die Lebenden die Toten [befragen]? $20$ Hin zur Weisung und zur Offenbarung! Wenn sie nicht nach diesem Wort sprechen, dann gibt es fr sie keine Morgenr”te. $21$ Man wird darin umherziehen, bedrckt und hungrig. Und es wird geschehen, wenn man Hunger leidet, dann wird man von Wut bermannt werden und seinen K”nig und seinen Gott verfluchen. Und man wird sich nach oben wenden $22$ und wird zur Erde blicken: und siehe, [da ist] Not und Finsternis, bedr„ngendes Dunkel, und in dichte Finsternis ist man hineingestoáen. Verheiáung des Reiches unter dem Sohn Davids $23$ Doch nicht [bleibt das] Dunkel [ber] dem, der von der Finsternis bedr„ngt ist. Wie die frhere Zeit dem Land Sebulon und dem Land Naftali Schmach gebracht hat, so bringt die sp„tere den Weg am Meer, das [Land] jenseits des Jordan [und] den Kreis der Nationen zu Ehren. \9\ $1$ Das Volk, das im Dunkel lebt, sieht ein groáes Licht. Die im Land der Finsternis wohnen, Licht leuchtet ber ihnen. $2$ Du vermehrst den Jubel, du machst die Freude groá. Sie freuen sich vor dir, wie man sich freut in der Ernte, wie man jauchzt beim Verteilen der Beute. $3$ Denn das Joch ihrer Last, den Stab [auf] ihrer Schulter, den Stock ihres Treibers zerbrichst du wie am Tag Midians. $4$ Denn jeder Stiefel, der dr”hnend einherstampft, und [jeder] Mantel, in Blut gew„lzt, f„llt dem Brand anheim, [wird] ein Fraá des Feuers. $5$ Denn ein Kind ist uns geboren, ein Sohn uns gegeben, und die Herrschaft ruht auf seiner Schulter; und man nennt seinen Namen: Wunderbarer Ratgeber, starker Gott, Vater der Ewigkeit, Frst des Friedens. $6$ Groá ist die Herrschaft, und der Friede wird kein Ende haben auf dem Thron Davids und ber seinem K”nigreich, es zu festigen und zu sttzen durch Recht und Gerechtigkeit von nun an bis in Ewigkeit. Der Eifer des HERRN der Heerscharen wird dies tun. Drohendes Gericht ber Israel $7$ Ein Wort sendet der Herr gegen Jakob, und in Israel f„llt es nieder. $8$ Und das ganze Volk erkennt es, Ephraim und die Bewohner von Samaria, die in Hochmut und mit berheblichen Herzen sagen: $9$ Die Ziegelsteine sind gefallen, aber mit Quadern bauen wir auf. Die Sykomoren sind abgehauen, aber wir setzen Zedern an ihre Stelle. $10$ Doch der HERR wird die Gegner, [n„mlich] Rezin, ber es erh”hen und seine Feinde aufstacheln: $11$ Aram von Osten und die Philister von Westen; die werden Israel fressen mit vollem Maul. - Bei alldem wendet sich sein Zorn nicht ab, und noch ist seine Hand ausgestreckt. $12$ Aber das Volk kehrt nicht um zu dem, der es schl„gt, und den HERRN der Heerscharen suchen sie nicht. $13$ Da haut der HERR von Israel Kopf und Schwanz ab, Palmzweig und Binse an einem Tag. $14$ Der Žlteste und Angesehene, er ist der Kopf; und der Prophet, der Lge lehrt, er ist der Schwanz. $15$ Denn die Fhrer dieses Volkes werden zu Verfhrern und die von ihnen Gefhrten zu Verwirrten. $16$ Darum wird sich der Herr ber dessen junge M„nner nicht freuen, und ber seine Waisen und Witwen wird er sich nicht erbarmen. Denn sie alle sind Gottlose und šbelt„ter, und jeder Mund redet Torheit. - Bei alldem wendet sich sein Zorn nicht ab, und noch ist seine Hand ausgestreckt. $17$ Denn die Gottlosigkeit brennt wie Feuer: Dornen und Disteln verzehrt sie und zndet in den Dickichten des Waldes, daá sie emporwirbeln als hoch aufsteigender Rauch. $28$ Durch den Grimm des HERRN der Heerscharen ist das Land verbrannt, und das Volk ist wie ein Fraá des Feuers geworden; keiner hat Mitleid mit dem andern. $19$ Und man verschlingt zur Rechten und hungert, und man friát zur Linken und wird nicht satt. Jeder friát das Fleisch seines N„chsten: $20$ Manasse den Ephraim, und Ephraim den Manasse; diese miteinander zusammen [aber fallen] ber Juda her. - Bei alldem wendet sich sein Zorn nicht ab, und noch ist seine Hand ausgestreckt. \10\ $1$ Wehe denen, die Ordnungen des Unheils anordnen, und den Schreibern, die Mhsal schreiben, $2$ um die Geringen von [ihrem] Rechtsanspruch zu verdr„ngen und den Elenden meines Volkes [ihr] Recht zu rauben, damit die Witwen ihr Plndergut werden und sie die Waisen plndern! $3$ Und was wollt ihr tun am Tag der Heimsuchung und beim Sturm, der von weither kommt? Zu wem wollt ihr fliehen um Hilfe und wo euren Reichtum lassen? $4$ Beugt man sich nicht unter Gefangenen, so muá man unter Erschlagenen fallen. - Bei alldem wendet sich sein Zorn nicht ab, und noch ist seine Hand ausgestreckt. Weheruf ber Assur und dessen Niederlage Nah 1-3; Zeph 2,13-15 $5$ Wehe, Assur, Rute meines Zorns! Und der Stock meines Zorns - in ihrer Hand ist er. $6$ Gegen eine gottlose Nation sende ich ihn, und gegen das Volk meines Grimmes entbiete ich ihn, Raub zu rauben und Beute zu erbeuten und es zertreten zu lassen wie Straáenkot. $7$ Er aber meint es nicht so, und sein Herz denkt nicht so, sondern zu verheeren hat er im Sinn und nicht wenige Nationen auszurotten. $8$ Denn er sagt: Sind meine Oberste nicht allesamt K”nige? $9$ Ist Kalne nicht wie Karkemisch, Hamat nicht wie Arpad, Samaria nicht wie Damaskus? $10$ Wie meine Hand die K”nigreiche der G”tzen erreicht hat - und ihre geschnitzten Bilder waren mehr als die von Jerusalem und von Samaria #, $11$ werde ich nicht, wie ich Samaria und seinen G”tzen getan habe, ebenso Jerusalem und seinen G”tzenbildern tun? $12$ Aber es wird geschehen, wenn der Herr sein ganzes Werk am Berg Zion und an Jerusalem vollendet hat, wird er die Frucht des berheblichen Herzens des K”nigs von Assur heimsuchen und den hochmtigen Stolz seiner Augen. $13$ Denn er hat gesagt: Durch die Kraft meiner Hand habe ich es getan und durch meine Weisheit, denn ich bin verst„ndig. Und ich beseitige die Grenzen der V”lker und plndere ihre Sch„tze und stoáe die Bewohner hinab wie ein Starker. $14$ Meine Hand hat den Reichtum der V”lker erreicht wie ein Nest. Und wie man verlassene Eier zusammenrafft, so habe ich die ganze Erde zusammengerafft: da war keiner, der mit dem Flgel schlug oder den Schnabel aufriá und piepste. - $15$ Rhmt sich die Axt gegen den, der damit haut? Oder brstet sich die S„ge gegen den, der sie zieht? Als schw„nge ein Stock den, der ihn hochhebt, als ob ein Stab den hochh”be, der kein Holz ist! $16$ Darum wird der Herr, der HERR der Heerscharen, Schwindsucht senden unter seine Fetten, und unter seiner Herrlichkeit wird ein Brand auflodern wie ein Feuerbrand. $17$ Und das Licht Israels wird zum Feuer werden und sein Heiliger zur Flamme; die wird seine Dornen und seine Disteln in Brand setzen und verzehren an einem Tag. $18$ Und man wird die Herrlichkeit seines Waldes und seines Fruchtgartens von der Seele bis zum Fleisch vernichten, und es wird sein, wie wenn ein Kranker dahinsiecht. $19$ Dann wird der Rest der B„ume seines Waldes zu z„hlen sein: ein Junge k”nnte sie aufschreiben. Rettung des šberrestes Israels und Jerusalems $20$ An jenem Tag wird es geschehen: Da wird der šberrest Israels, und was vom Haus Jakob entkommen ist, sich nicht mehr l„nger auf den sttzen, der es schl„gt, sondern es wird sich auf den HERRN, den Heiligen Israels, sttzen in Treue. $21$ Ein šberrest wird umkehren, ein šberrest Jakobs, zu dem starken Gott. $22$ Denn wenn auch dein Volk, Israel, wie der Sand des Meeres w„re: [nur] ein šberrest davon wird umkehren. Vernichtung ist beschlossen, einherflutend [mit] Gerechtigkeit. $23$ Denn der Herr, der HERR der Heerscharen, vollzieht festbeschlossene Vernichtung inmitten der ganzen Erde. $24$ Darum, so spricht der Herr, der HERR der Heerscharen: Frchte dich nicht, mein Volk, das in Zion wohnt, vor Assur, der dich mit dem Stock schl„gt und seinen Stab gegen dich erhebt in der Art Žgyptens! $25$ Denn nur noch eine ganz kurze Weile, dann wird der Grimm zu Ende sein, und mein Zorn [richtet sich] auf ihre Vernichtung. $26$ Und der HERR der Heerscharen wird ber ihn die Geiáel schwingen wie bei der Niederlage Midians am Felsen Oreb und seinen Stab ber das Meer, und er wird ihn erheben in der Art Žgyptens. $27$ An jenem Tag wird es geschehen, da weicht seine Last von deiner Schulter, und sein Joch wird von deinem Hals weggerissen, und vernichtet wird das Joch vor dem Fett. $28$ Er kommt auf Ajat zu, zieht durch Migron; in Michmas l„át er seinen Troá. $29$ Sie ziehen durch die Schlucht, `Geba sei unser Nachtquartier! Rama bebt, Gibea Sauls flieht. $30$ Schreie gellend, Tochter Gallims! Horche auf, Lajescha! Elendes Anatot! $31$ Madmena eilt davon, die Bewohner von Gebim bringen [sich] in Sicherheit. $32$ Noch heute macht er Halt in Nob. - Er schwingt seine Hand gegen den Berg der Tochter Zion, den Hgel Jerusalems. - $33$ Siehe, der Herr, der HERR der Heerscharen, haut mit Schreckensgewalt die Žste herunter. Und die Hochgewachsenen werden gef„llt, und die Emporragenden werden niedersinken. $34$ Und er schl„gt das Dickicht des Waldes mit dem Eisen nieder, und der Libanon f„llt durch einen M„chtigen. Das zuknftige Friedensreich des Christus \11\ $1$ Und ein Sproá wird hervorgehen aus dem Stumpf Isais, und ein Sch”áling aus seinen Wurzeln wird Frucht bringen. $2$ Und auf ihm wird ruhen der Geist des HERRN, der Geist der Weisheit und des Verstandes, der Geist des Rates und der Kraft, der Geist der Erkenntnis und Furcht des HERRN; $3$ und er wird sein Wohlgefallen haben an der Furcht des HERRN. Er wird nicht richten nach dem, was seine Augen sehen, und nicht zurechtweisen nach dem, was seine Ohren h”ren, $4$ sondern er wird die Geringen richten in Gerechtigkeit und die Elenden des Landes zurechtweisen in Geradheit. Und er wird den Gewaltt„tigen schlagen mit dem Stab seines Mundes und mit dem Hauch seiner Lippen den Gottlosen t”ten. $5$ Gerechtigkeit wird der Schurz seiner Hften sein und die Treue der Schurz seiner Lenden. - $6$ Und der Wolf wird beim Lamm weilen und der Leopard beim B”ckchen lagern. Das Kalb und der Jungl”we und das Mastvieh werden zusammen sein, und ein kleiner Junge wird sie treiben. $7$ Kuh und B„rin werden [miteinander] weiden, ihre Jungen werden zusammen lagern. Und der L”we wird Stroh fressen wie das Rind. $8$ Und der S„ugling wird spielen an dem Loch der Viper und das entw”hnte Kind seine Hand ausstrecken nach der H”hle der Otter. $9$ Man wird nichts B”ses tun noch verderblich handeln auf meinem ganzen heiligen Berg. Denn das Land wird voll von Erkenntnis des HERRN sein, wie von Wassern, die das Meer bedecken. - $10$ Und an jenem Tag wird es geschehen: der Wurzelsproá Isais, der als Feldzeichen der V”lker dasteht, nach ihm werden die Nationen fragen; und seine Ruhest„tte wird Herrlichkeit sein. $11$ Und an jenem Tag wird es geschehen, da wird der Herr noch einmal seine Hand erheben, um den šberrest seines Volkes, der brigbleibt, loszukaufen aus Assur und Žgypten, aus Patros und Kusch, aus Elam, Schinar und Hamat und von den Inseln des Meeres. $12$ Und er wird den Nationen ein Feldzeichen aufrichten und die Vertriebenen Israels zusammenbringen, und die Verstreuten Judas wird er sammeln von den vier Enden der Erde. $13$ Dann wird die Eifersucht Ephraims weichen, und die Bedr„nger Judas werden ausgerottet werden. Ephraim wird auf Juda nicht eiferschtig sein, und Juda wird Ephraim nicht bedr„ngen. $14$ Und sie werden nach Westen auf die Berglehne der Philister fliegen. Miteinander werden sie die S”hne des Ostens ausplndern. Edom und Moab werden ihre Hand greifen, und die S”hne Ammons werden ihnen h”rig sein. $15$ Dann wird der HERR die Meereszunge Žgyptens spalten. Und er wird seine Hand ber den Strom schwingen mit der Gewalt seines Hauches und ihn in sieben B„che zerschlagen, so daá man mit Schuhen hindurchgehen kann. $16$ So wird es eine Straáe geben fr den šberrest seines Volkes, der aus Assur brigbleibt, wie es eine [Straáe] fr Israel gab an dem Tag, als es aus dem Land Žgypten heraufzog. Dank des šberrestes im zuknftigen Friedensreich \12\ $1$ Und an jenem Tag wirst du sagen: Ich preise dich, HERR! Ja, du hast mir gezrnt. M”ge dein Zorn sich wenden, daá du mich tr”stest! $2$ Siehe, Gott ist mein Heil, ich bin voller Vertrauen und frchte mich nicht. Denn Jah, der HERR, ist meine St„rke und mein Loblied, und er ist mir zum Heil geworden. - $3$ Und mit Freuden werdet ihr Wasser sch”pfen aus den Quellen des Heils $4$ und werdet an jenem Tage sprechen: Preist den HERRN, ruft seinen Namen aus, macht unter den V”lkern seine Taten bekannt, verkndet, daá sein Name hoch erhaben ist! $5$ Lobsingt dem HERRN, denn Herrliches hat er getan! Das soll auf der ganzen Erde bekannt werden. $6$ Jauchze und juble, Bewohnerin von Zion! Denn groá ist in deiner Mitte der Heilige Israels. Ankndigung der Zerst”rung Babels, auch als Bild des Gerichts ber alle Nationen Kap. 21,1-10; 47,1-15; Jer 50; 51 \13\ $1$ Ausspruch ber Babel, den Jesaja, der Sohn des Amoz, geschaut hat. $2$ Auf kahlem Berg richtet ein Feldzeichen auf, mit lauter Stimme ruft ihnen zu, winkt mit der Hand, daá sie einziehen durch die Tore der Edlen! $3$ Ich habe meine Geheiligten entboten, auch meine Helden zu meinem Zorn[gericht] gerufen, die ber meine Hoheit frohlocken. $4$ Horch! Getmmel auf den Bergen wie von einem groáen Volk! Horch! Get”se von K”nigreichen, von versammelten Nationen! Der HERR der Heerscharen mustert ein Kriegsheer. $5$ Aus fernem Land kommen sie, vom Ende des Himmels - der HERR mit den Werkzeugen seiner Verwnschung, um das ganze Land zugrunde zu richten. $6$ Heult, denn nahe ist der Tag des HERRN! Er kommt wie eine Verwstung vom Allm„chtigen. $7$ Darum werden alle H„nde erschlaffen, und jedes Menschenherz wird zerschmelzen. $8$ Und sie werden bestrzt sein. Kr„mpfe und Wehen werden sie packen, sie werden sich winden wie eine Geb„rende. Einer starrt den andern an, ihre Gesichter glhen wie Flammen. $9$ Siehe, der Tag des HERRN kommt, grausam mit Grimm und Zornglut, um die Erde zur Wste zu machen; und ihre Snder wird er von ihr austilgen. $10$ Denn die Sterne des Himmels und seine Sternbilder werden ihr Licht nicht leuchten lassen. Die Sonne wird finster sein bei ihrem Aufgang, und der Mond wird sein Licht nicht scheinen lassen. $11$ Und ich werde am Erdkreis die Bosheit heimsuchen und an den Gottlosen ihre Schuld. Ich werde der Anmaáung der Stolzen ein Ende machen und den Hochmut der Gewaltt„tigen erniedrigen. $12$ Ich will den Sterblichen seltener machen als gediegenes Gold und den Menschen [seltener] als Ofirgold. $13$ Darum werde ich die Himmel erzittern lassen, und die Erde wird aufbeben von ihrer Stelle beim Grimm des HERRN der Heerscharen und am Tage seiner Zornglut. $14$ Und es wird wie mit einer verscheuchten Gazelle sein und wie mit einer Herde, die niemand sammelt: jeder wird sich zu seinem Volk wenden und jeder in sein Land fliehen. $15$ Wer irgend gefunden wird, soll durchbohrt werden; und wer irgend ergriffen wird, soll durchs Schwert fallen. $16$ Ihre Kinder werden vor ihren Augen zerschmettert, ihre H„user geplndert und ihre Frauen gesch„ndet werden. $17$ Siehe, ich erwecke gegen sie die Meder, die Silber nicht achten und an Gold kein Gefallen haben. $18$ [Ihre] Bogen werden junge M„nner niederstrecken, und ber die Leibesfrucht werden sie sich nicht erbarmen, und der Kinder wegen werden sie nicht betrbt sein. $19$ So wird es Babel, der Zierde der K”nigreiche, der stolzen Pracht der Chald„er, ergehen wie [nach] der Umkehrung von Sodom und Gomorra durch Gott. $20$ Nie mehr wird es bewohnt sein, und [es bleibt] unbesiedelt von Generation zu Generation. Und der Araber wird dort nicht zelten, und Hirten werden [ihre Herden] dort nicht lagern lassen. $21$ Aber Wstentiere werden dort lagern, und voller Eulen werden ihre H„user sein. Strauáe werden dort wohnen und Bocks-D„monen dort tanzen. $22$ Wilde Hunde werden heulen in seinen Pal„sten und Schakale in den Lustschl”ssern. Und seine Zeit steht nahe bevor, und seine Tage werden nicht verl„ngert werden. Freude und Staunen ber den Sturz Babels und seines K”nigs Kap. 21,1-10; 47,1-15; Jer 50; 51 \14\ $1$ Denn der HERR wird sich ber Jakob erbarmen und Israel noch [einmal] erw„hlen und wird sie in ihr Land setzen. Und der Fremde wird sich ihnen anschlieáen, und sie werden sich dem Haus Jakob zugesellen. $2$ Und die V”lker werden sie nehmen und sie an ihren Ort bringen. Dann wird das Haus Israel [diese] als Knechte und M„gde in Erbbesitz nehmen im Land des HERRN. Und sie werden die gefangen wegfhren, die sie gefangen wegfhrten, und sie werden ihre Unterdrcker [nieder]treten. $3$ Und es wird geschehen, an dem Tag, an dem der HERR dir Ruhe verschafft von deiner Mhsal und deiner Unruhe und von dem harten Dienst, den man dir auferlegt hat, $4$ da wirst du dieses Spottlied anstimmen ber den K”nig von Babel und sagen: Wie hat aufgeh”rt der Unterdrcker, aufgeh”rt das Anstrmen! $5$ Zerbrochen hat der HERR den Stab der Gottlosen, den Herrscherstab, $6$ der V”lker schlug im Grimm mit Schl„gen ohne Unterlaá, Nationen unterjochte im Zorn mit Verfolgung ohne Schonung. $7$ Es ruht, es rastet die ganze Erde. Man bricht in Jubel aus. $8$ Auch die Wacholderb„ume freuen sich ber dich, die Zedern des Libanon: `Seitdem du daliegst, kommt der Holzf„ller nicht mehr zu uns herauf. $9$ Der Scheol drunten ist in Bewegung um deinetwillen, in Erwartung deiner Ankunft. Er st”rt deinetwegen die Schatten auf, alle M„chtigen der Erde, er l„át von ihren Thronen alle K”nige der Nationen aufstehen. $10$ Sie alle beginnen und sagen zu dir: `Auch du bist kraftlos geworden wie wir, bist uns gleich! $11$ In den Scheol hinabgestrzt ist deine Pracht und der Klang deiner Harfen. Maden sind unter dir zum Lager ausgebreitet, und Wrmer sind deine Decke. $12$ Wie bist du vom Himmel gefallen, du Glanzstern, Sohn der Morgenr”te! [Wie bist du] zu Boden geschmettert, šberw„ltiger der Nationen! $13$ Und du, du sagtest in deinem Herzen: `Zum Himmel will ich hinaufsteigen, hoch ber den Sternen Gottes meinen Thron aufrichten und mich niedersetzen auf den Versammlungsberg im „uáersten Norden. $14$ Ich will hinaufsteigen auf Wolkenh”hen, dem H”chsten mich gleich machen. - $15$ Doch in den Scheol wirst du hinabgestrzt, in die tiefste Grube. $16$ Die dich sehen, betrachten dich, sehen dich genau an: `Ist das der Mann, der die Erde erbeben lieá, K”nigreiche erschtterte? $17$ Er machte den Erdkreis der Wste gleich und riá ihre St„dte nieder. Seine Gefangenen entlieá er nicht nach Hause. $18$ Alle K”nige der Nationen, sie alle ruhen in Ehren, jeder in seinem Haus. $19$ Du aber bist hingeworfen fern von deiner Grabst„tte wie ein verabscheuter Sch”áling, bedeckt mit Erschlagenen, vom Schwert Durchbohrten wie ein zertretenes Aas. $20$ [Mit denen,] die zu den Steinen der Grube hinabgefahren sind, mit ihnen wirst du nicht vereint werden im Grab. Denn du hast dein Land zugrunde gerichtet, dein Volk erschlagen. Das Geschlecht von šbelt„tern wird in Ewigkeit nicht [mehr] genannt werden. $21$ Bereitet fr seine S”hne die Schlachtbank zu um der Schuld ihrer V„ter willen! Sie sollen sich nicht [mehr] erheben und die Erde in Besitz nehmen und die Fl„che des Erdkreises mit St„dten fllen. $22$ Und ich werde mich gegen sie erheben, spricht der HERR der Heerscharen, und werde von Babel ausrotten Namen und šberrest und Sproá und Nachkommen, spricht der HERR. $23$ Ich werde es zum Besitz der Igel machen und zu Wassersmpfen. Und ich werde es ausfegen mit dem Besen der Vertilgung, spricht der HERR der Heerscharen. Drohendes Gericht ber Assur und die Philister $24$ Der HERR der Heerscharen hat geschworen und gesagt: Frwahr, wie ich es erwog, so geschieht es, und wie ich es beschlossen habe, so kommt es zustande: $25$ daá ich Assur in meinem Land zerschmettere und es auf meinen Bergen zertrete. Dann weicht von ihnen sein Joch, und seine Last weicht von ihrer Schulter. $26$ Das ist der Ratschluá, der ber die ganze Erde beschlossen ist, und das ist die Hand, die ber alle Nationen ausgestreckt ist. $27$ Denn der HERR der Heerscharen hat es beschlossen. Wer wird es ungltig machen? Und seine Hand ist ausgestreckt. Wer wendet sie zurck? Hes 25,15-17; Sach 9,5-7 $28$ Im Todesjahr des K”nigs Ahas geschah dieser Ausspruch: $29$ Freue dich nicht, ganz Philist„a, daá der Stock zerbrochen ist, der dich schlug! Denn aus der Wurzel der Schlange wird eine Otter hervorkommen, und ihre Frucht wird eine fliegende feurige Schlange sein. $30$ Da werden die Erstgeborenen der Geringen weiden und die Armen sich in Sicherheit lagern. Aber deine Wurzel werde ich durch Hunger t”ten, und deinen šberrest werde ich erschlagen. $31$ Heule, Tor! Schrei um Hilfe, Stadt! Verzage, ganz Philist„a! Denn von Norden her kommt Rauch, und keiner sondert sich ab von seinen Scharen. $32$ Und was antwortet man den Boten der Nation? Ja, der HERR hat die Grundmauern Zions gelegt, und darin finden die Elenden seines Volkes Zuflucht. Drohendes Gericht ber Moab Kap. 16,6-14; Jer 48; Hes 25,8-11; Am 2,1-3; Zeph 2,8-11 \15\ $1$ Ausspruch ber Moab. Ja, ber Nacht ist Ar-Moab verwstet, vernichtet; ja, ber Nacht ist Kir-Moab verwstet, vernichtet. $2$ Man steigt zum [G”tzen]tempel hinauf und nach Dibon auf die H”hen, um zu weinen; auf Nebo und auf Medeba jammert Moab. Auf allen seinen K”pfen ist eine Glatze, jeder Bart ist abgeschoren. $3$ Auf seinen Gassen grten sie sich Sacktuch um; auf seinen D„chern und auf seinen [Markt]pl„tzen jammert alles, in Tr„nen zerflieáend. $4$ Heschbon und Elale schreien um Hilfe; bis Jahaz h”rt man ihre Stimme. Darum erheben die Gersteten Moabs das Kriegsgeschrei, es zittert um sein Leben. $5$ Mein Herz schreit um Hilfe fr Moab, - seine Flchtlinge [fliehen] bis nach Zoar, nach Eglat-Schelischija. Ja, die Anh”he von Luhit steigt man mit Weinen hinauf; ja, auf dem Weg nach Horonajim erhebt man Geschrei ber den Zusammenbruch. $6$ Ja, die Wasser von Nimrim sollen zu Wsten werden. Ja, verdorrt ist das Gras, verwelkt das Kraut; das Grn ist nicht mehr da. $7$ Darum tr„gt man ber den Pappelbach, was man erbrigt und was man aufbewahrt hat. $8$ Ja, das Wehgeschrei umkreist das Gebiet von Moab: bis nach Eglajim [dringt] sein Jammern und nach Beer-Elim sein Jammern. $9$ Ja, die Wasser von Dimon sind voller Blut. Denn ich verh„nge noch mehr [Unheil] ber Dimon: einen L”wen ber die Entkommenen Moabs und ber den šberrest des Landes. \16\ $1$ Sendet einen Widder des Landesherrn von Sela in der Wste zum Berg der Tochter Zion! $2$ Und es geschieht: wie umherflatternde V”gel, [wie] ein aufgescheuchtes Nest sind die T”chter Moabs an den šberg„ngen des Arnon. $3$ Schaffe Rat, triff Entscheidung! Am hellen Mittag mache deinen Schatten der Nacht gleich, verbirg die Vertriebenen, den Flchtling verrate nicht! $4$ Laá die Vertriebenen Moabs sich bei dir als Fremde aufhalten! Sei ihnen ein Versteck vor dem Verwster! - Wenn der Unterdrcker nicht mehr da ist, die Verwstung aufgeh”rt hat, die Zertreter aus dem Lande verschwunden sind, $5$ dann wird in Gte ein Thron aufgerichtet werden. Und auf ihm - im Zelt Davids - wird einer in Best„ndigkeit sitzen, der da richtet und nach Recht trachtet und der in Gerechtigkeit erfahren ist. Kap. 15,1-9 $6$ Wir haben geh”rt von dem Hochmut Moabs, dem sehr hochfahrenden, von seinem Stolz, seinem Hochmut und seiner šberheblichkeit, von seinem eitlen Prahlen. $7$ Darum wird Moab heulen ber Moab; alles wird heulen. Um die Traubenkuchen von Kir-Hareset werdet ihr seufzen, ganz zerschlagen. $8$ Denn Heschbons Terrassen[g„rten] sind verwelkt, die Weinst”cke von Sibma, deren edle Trauben die Herren der Nationen [mit Trunkenheit] bezwangen. Bis nach Jaser reichten sie, verloren sich in die Wste. Seine Ranken breiteten sich aus, gingen ber das Meer. $9$ Darum beweine ich, wie Jaser weint, den Weinstock von Sibma, mit meinen Tr„nen tr„nke ich dich satt, Heschbon und Elale. Denn ber dein Sommerobst und ber deinen Ernteertrag ist das Jauchzen [der Feinde] gefallen. $10$ Da sind Freude und Jubel aus den Fruchtg„rten abgeerntet, und in den Weinbergen wird nicht gejubelt, nicht gejauchzt. In den Kelterkufen tritt kein Kelterer den Wein; dem Jauchzen habe ich ein Ende gemacht. $11$ Darum klagen meine Eingeweide ber Moab wie eine Zither und mein Inneres ber Kir-Heres. $12$ Und es wird geschehen, wenn Moab erscheint, sich abmht auf der Opferh”he und in sein Heiligtum eintritt, um zu beten, dann wird es nichts ausrichten. $13$ Das ist das Wort, das der HERR einst ber Moab geredet hat. $14$ Jetzt aber redet der HERR und spricht: In drei Jahren, wie die Jahre eines Tagel”hners, wird die Herrlichkeit Moabs ver„chtlich sein samt all der groáen Menge. Und der šberrest wird winzig klein, [gar] nicht groá sein. Drohendes Gericht ber Damaskus und das Reich Israel Jer 49,23-27; Am 1,3-5 \17\ $1$ Ausspruch ber Damaskus. Siehe, Damaskus h”rt auf, eine Stadt zu sein, und wird ein Trmmerhaufen. $2$ Verlassen sind die St„dte von Aroer, sie werden den Herden preisgegeben; die lagern [dort] und niemand schreckt sie auf. $3$ Und verschwinden wird die feste Stadt aus Ephraim und das K”nigtum aus Damaskus. Und dem šberrest von Aram ergeht es wie der Herrlichkeit der S”hne Israel, spricht der HERR der Heerscharen. $4$ Und es wird geschehen an jenem Tag, da wird die Herrlichkeit Jakobs armselig sein und das Fett seines Fleisches mager werden. $5$ Es wird sein, wie wenn einer bei der Ernte Getreidehalme zusammenfaát und sein Arm Žhren abm„ht. Es wird sein, wie wenn einer Žhren sammelt in der Talebene Refaim. $6$ # Doch wird eine Nachlese an ihm brigbleiben wie beim Abschlagen der Oliven: zwei, drei reife Oliven oben im Ge„st, vier, fnf an den Zweigen des Fruchtbaums, spricht der HERR, der Gott Israels. - $7$ An jenem Tag wird der Mensch auf den hinschauen, der ihn gemacht hat, und seine Augen werden auf den Heiligen Israels sehen. $8$ Und er wird nicht schauen auf die Alt„re, das Werk seiner H„nde. Und was seine Finger gemacht haben, wird er nicht ansehen, weder die Ascherim noch die R„ucheralt„re. - $9$ An jenem Tag werden seine Festungsst„dte sein wie die verlassenen Orte des Waldes und des Berggipfels, die man vor den S”hnen Israel verlieá; und es wird eine ™de sein. - $10$ Ja, du hast vergessen den Gott deines Heils und nicht gedacht an den Felsen deiner Zuflucht. Deshalb pflanze nur Pflanzungen des `Lieblichen und bes„e sie [nur] mit ausl„ndischen Weinranken! $11$ Am Tag, da du gepflanzt, ziehst du [sie] groá, und am Morgen, da du ges„t, bringst du [sie] zum Blhen: hin ist die Ernte am Tag des Siechtums und des unheilbaren Schmerzes. $12$ Wehe, ein Get”se vieler V”lker: wie das Tosen der Meere tosen sie; und ein Rauschen von V”lkerschaften: wie das Rauschen gewaltiger Wasser rauschen sie. $13$ V”lkerschaften rauschen wie das Rauschen vieler Wasser. Doch er bedroht sie, und sie fliehen in die Ferne. Und sie werden gejagt wie Spreu auf den Bergen vor dem Wind und wie die Raddistel vor dem Sturm. $14$ Zur Abendzeit, siehe da, [j„hes] Erschrecken. Ehe es Morgen wird, gibt es sie nicht mehr. Das ist das Geschick derer, die uns plndern, und das Los derer, die uns berauben. Drohendes Gericht ber Kusch \18\ $1$ Wehe, Land des Flgelgeschwirrs, jenseits der Str”me von Kusch, $2$ das Boten auf dem Meer entsendet und in Papyrusk„hnen ber der Wasserfl„che! Geht hin, schnelle Boten, zu der Nation, die hochgewachsen und blank ist, zu dem Volk, das weit und breit gefrchtet ist, zu der Nation, die mit gespannter Kraft [alles] zertritt, deren Land Str”me durchschneiden! $3$ Ihr alle, Bewohner des Festlandes und die ihr auf der Erde ans„ssig seid, wenn man ein Feldzeichen auf den Bergen aufrichtet, seht hin! Und wenn man ins Horn st”át, h”rt hin! $4$ Denn so hat der HERR zu mir gesprochen: Ich will mich ruhig verhalten und will zuschauen an meiner St„tte, wie flimmernde Glut bei Sonnenschein, wie Taugew”lk in der Ernteglut. $5$ Denn vor der Ernte, wenn die Blte vorbei ist und die Blume zur reifenden Traube wird, wird er die Reben abschneiden mit Winzermessern und die Ranken entfernen [und] abreiáen. $6$ Sie werden allesamt den Raubv”geln der Berge und den Tieren der Erde berlassen werden. Und die Raubv”gel werden den Sommer darauf zubringen, und alle Tiere der Erde werden darauf berwintern. $7$ In jener Zeit wird dem HERRN der Heerscharen ein Geschenk dargebracht werden: von einem Volk, das hochgewachsen und blank ist, und von einem Volk, das weit und breit gefrchtet ist, von einer Nation, die mit gespannter Kraft alles zertritt, deren Land Str”me durchschneiden - zur St„tte des Namens des HERRN der Heerscharen, zum Berg Zion. Drohendes Gericht ber Žgypten Jer 46,2-26; Hes 29-32 \19\ $1$ Ausspruch ber Žgypten. Siehe, der HERR f„hrt auf einer schnellen Wolke und kommt nach Žgypten. Da beben die G”tzen Žgyptens vor ihm, und das Herz Žgyptens zerschmilzt in seinem Innern. $2$ Und ich will Žgypten gegen Žgypten aufstacheln, daá sie k„mpfen werden, jeder gegen seinen Bruder und jeder gegen seinen N„chsten, Stadt gegen Stadt, K”nigreich gegen K”nigreich. $3$ Dann wird der Geist Žgyptens in seinem Innern verst”rt werden, und seinen Ratschlag will ich verwirren: da werden sie die G”tzen und die Totenbeschw”rer, die Totengeister und die Wahrsager befragen. $4$ Und ich will Žgypten ausliefern in die Hand eines harten Herrn. Und ein grausamer K”nig wird ber sie herrschen, spricht der Herr, der HERR der Heerscharen. - $5$ Und die Wasser werden im Meer versiegen, und der Strom wird verdunsten und austrocknen, $6$ und die Str”me werden stinkend werden. Die Kan„le Mazors werden armselig werden und vertrocknen, Rohr und Schilf werden schwarz werden. $7$ Die Binsen am Nil, an der Mndung des Nil, und jedes Saatfeld am Nil verdorrt, wird verweht und besteht nicht mehr. $8$ Da klagen die Fischer, und es trauern alle, die die Angel in den Nil auswerfen. Und die auf der Wasserfl„che das Netz ausbreiten, werden hinf„llig. $9$ Und zuschanden werden die, die Flachsstengel zu Gek„mmtem verarbeiten, und die Weber erbleichen. $10$ Und seine Grundpfeiler sind zerschlagen. Alle, die um Lohn arbeiten, sind [in ihrer] Seele betrbt. $11$ Lauter Toren sind die Obersten von Zoan, die weisen Ratgeber des Pharao. [Ihr] Ratschlag hat sich als dumm erwiesen. Wie sagt ihr zum Pharao: Ein Sohn der Weisen bin ich, ein Sohn von K”nigen der Vorzeit? $12$ Wo sind sie denn, deine Weisen? M”gen sie dir doch verknden und erkennen, was der HERR der Heerscharen ber Žgypten beschlossen hat. $13$ Die Obersten von Zoan sind zu Toren geworden, die Obersten von Nof sind betrogen. Die Anfhrer seiner St„mme haben Žgypten zum Taumeln gebracht. $14$ Der HERR hat in seiner Mitte einen Geist des Schwindels gebraut, daá sie Žgypten zum Taumeln gebracht haben in all seinem Tun, wie ein Trunkener taumelt in seinem Erbrochenen. $15$ Und Žgypten wird keine Tat [mehr] gelingen, die Kopf oder Schwanz, Palmzweig oder Binse verrichten [wollen]. Žgypten und Assur mit Israel im zuknftigen Friedensreich $16$ An jenem Tag werden die Žgypter wie Frauen sein. Sie werden zittern und beben vor dem Schwingen der Hand des HERRN der Heerscharen, die er gegen sie schwingen wird. $17$ Und das Land Juda wird fr Žgypten zum Schrecken werden. So oft jemand es bei den Žgyptern erw„hnt, werden sie beben vor dem Ratschluá des HERRN der Heerscharen, den er ber sie beschlossen hat. $18$ An jenem Tag werden fnf St„dte im Land Žgypten sein, die die Sprache Kanaans reden und dem HERRN der Heerscharen schw”ren werden. Eine wird Ir-Heres heiáen. $19$ An jenem Tag wird mitten im Land Žgypten dem HERRN ein Altar [geweiht] sein und ein Gedenkstein fr den HERRN nahe an seiner Grenze. $20$ Und er wird zu einem Zeichen und zu einem Zeugnis fr den HERRN der Heerscharen im Land Žgypten werden: Wenn sie zum HERRN schreien werden wegen der Unterdrcker, dann wird er ihnen einen Retter senden; der wird den Streit fhren und sie erretten. $21$ Und der HERR wird sich den Žgyptern zu erkennen geben, und die Žgypter werden an jenem Tag den HERRN erkennen. Dann werden sie dienen mit Schlachtopfern und Speisopfern und werden dem HERRN Gelbde tun und sie erfllen. $22$ Und der HERR wird die Žgypter schlagen, schlagen und heilen. Und sie werden sich zum HERRN wenden, und er wird sich von ihnen erbitten lassen und sie heilen. $23$ An jenem Tag wird es eine Straáe von Žgypten nach Assur geben. Assur wird nach Žgypten und die Žgypter nach Assur kommen, und die Žgypter werden mit Assur [dem HERRN] dienen. $24$ An jenem Tag wird Israel der Dritte sein mit Žgypten und mit Assur, ein Segen inmitten der Erde. $25$ Denn der HERR der Heerscharen segnet es und spricht: Gesegnet sei Žgypten, mein Volk, und Assur, meiner H„nde Werk, und Israel, mein Erbteil! Ankndigung des Sieges Assurs ber Žgypten und Kusch Hes 29-32 \20\ $1$ In dem Jahr, in dem der Tartan nach Aschdod kam, als Sargon, der K”nig von Assur, ihn gesandt hatte und er gegen Aschdod k„mpfte und es einnahm, $2$ in dieser Zeit redete der HERR durch Jesaja, den Sohn des Amoz: Geh und l”se das Sacktuch von deinen Hften und ziehe deine Sandalen von deinen Fáen! Und er tat es, ging nackt und barfuá. $3$ Da sprach der HERR: Ebenso wie mein Knecht Jesaja nackt und barfuá gegangen ist, drei Jahre lang als Zeichen und Wahrzeichen ber Žgypten und ber Kusch, $4$ so wird der K”nig von Assur die Gefangenen Žgyptens und die Weggefhrten von Kusch wegtreiben, junge M„nner und Greise, nackt und barfuá und mit entbl”átem Ges„á, zur Schande Žgyptens. $5$ Und sie werden schreckerfllt und besch„mt sein wegen Kuschs, ihrer Hoffnung, und wegen Žgyptens, ihres Stolzes. $6$ Und die Bewohner dieses Kstenlandes werden an jenem Tag sagen: Siehe, so ist es mit unserer Hoffnung, zu der wir um Hilfe flohen, um vor dem K”nig von Assur gerettet zu werden! Wie sollten wir da entrinnen? Weissagung der Verwstung Babels Kap. 13; 14; 47,1-15; Jer 50; 51 \21\ $1$ Ausspruch ber die Wste des Meeres. Wie Strme, wenn sie im Sden daherfahren, so kommt es aus der Wste, aus einem furchtbaren Land. $2$ Ein hartes Gesicht wurde mir kundgetan: Der R„uber raubt, und der Verwster verwstet. Auf, Elam! Belagere, Medien! All ihrem Seufzen mache ich ein Ende. $3$ Darum sind meine Hften voll Beben, Wehen haben mich gepackt wie die Wehen einer Geb„renden. Ich krmme mich, daá ich nicht h”ren, bin bestrzt, daá ich nicht sehen kann. $4$ Mein Herz rast, Schauder hat mich berfallen. Die D„mmerung, die ich liebe, hat er mir in Schrecken verwandelt. $5$ Man rstet den Tisch, man ordnet die Polster, man iát, man trinkt: `Steht auf, ihr Obersten! Salbt den Schild! - $6$ Denn so hat der Herr zu mir gesprochen: Geh hin, stell einen Sp„her auf! Was er sieht, soll er berichten. $7$ Und sieht er einen Wagenzug, ein Pferdegespann, einen Zug Esel, einen Zug Kamele, dann horche er gespannt auf, mit groáer Aufmerksamkeit! $8$ Da rief er [wie] ein L”we: Auf der Turmwarte, o Herr, stehe ich best„ndig am Tag, und auf meinem Wachtposten stehe ich bereit alle N„chte hindurch! $9$ Und siehe da, es kam ein Wagenzug von M„nnern, ein Pferdegespann . . . Und er fing an und sprach: Gefallen, gefallen ist Babel, und alle G”tzenbilder seiner G”tter sind zu Boden geschmettert! $10$ Du mein gedroschenes [Volk] und Sohn meiner Tenne! Was ich vom HERRN der Heerscharen, dem Gott Israels, geh”rt, habe ich euch verkndigt. Ausspruch ber Duma und Arabien Kap. 34,5-17; Jer 49,7-22; Hes 25,12-14; 35,1-15; Am 1,11.12; Ob $11$ Ausspruch ber Duma. Aus Seir ruft man mir zu: W„chter, wie weit ist es in der Nacht? W„chter, wie weit in der Nacht? $12$ Der W„chter sagt: Der Morgen ist gekommen, und [doch] ist auch [noch] Nacht. Wollt ihr fragen, so fragt! Kommt noch einmal her! Jer 49,28-33 $13$ Ausspruch gegen Arabien. In der Wildnis von Arabien mát ihr bernachten, Karawanen der Dedaniter. $14$ Bringt dem Durstigen Wasser entgegen, Bewohner des Landes Tema! Geht dem Flchtling entgegen mit Brot fr ihn! $15$ Denn sie flohen vor den Schwertern, vor dem gezckten Schwert, vor dem gespannten Bogen und vor der Wucht des Krieges. $16$ Denn so hat der Herr zu mir gesprochen: In noch einem Jahr, [hart] wie die Jahre eines Tagel”hners, wird alle Herrlichkeit Kedars verschwinden. $17$ Und die briggebliebene Zahl der Bogen der Helden von den S”hnen Kedar wird gering sein. Denn der HERR, der Gott Israels, hat geredet. Strafrede gegen Jerusalem \22\ $1$ Ausspruch [ber das] Tal der Offenbarung. Was ist dir denn, daá du insgesamt auf die D„cher gestiegen bist? $2$ [Du] l„rmende Stadt voller Getmmel, du ausgelassene Stadt, deine Erschlagenen sind nicht mit dem Schwert Erschlagene und nicht in der Schlacht Get”tete! $3$ All deine Anfhrer sind miteinander geflohen, ohne einen Bogen[schuá] wurden sie gefangen, alle, die man in dir fand, wurden miteinander gefangen, weit fort wollten sie fliehen. $4$ Darum sage ich: Schau weg von mir! Bitterlich weinen muá ich. Dringt nicht darauf, mich zu tr”sten ber die Verwstung der Tochter meines Volkes! $5$ Denn ein Tag der Bestrzung, der Zertretung und der Verwirrung [kam] vom Herrn, dem HERRN der Heerscharen, im Tal der Offenbarung. Es bricht die Mauer, und Hilfegeschrei [hallt] zum Gebirge hin. $6$ Und Elam erhebt den K”cher mit bemannten Wagen [und] Reitern; und Kir enthllt den Schild. $7$ Und es wird geschehen, deine auserlesenen Talebenen werden voller Wagen sein, und die Reiter nehmen Stellung gegen das Tor. $8$ Da nimmt man Judas Schutz weg. Aber du blickst an jenem Tag nach den Waffen des Waldhauses. $9$ Und ihr seht die Risse der Stadt Davids, daá sie zahlreich sind, und ihr sammelt die Wasser des unteren Teiches. $10$ Auch z„hlt ihr die H„user von Jerusalem und brecht die H„user ab, um die Mauer unzug„nglich zu machen. $11$ Und ihr macht ein Sammelbecken zwischen den beiden Mauern fr die Wasser des alten Teiches. Aber ihr blickt nicht auf den, der es getan, und seht den nicht an, der es lange vorher gebildetá­áhat. - $12$ Und an jenem Tag ruft der Herr, der HERR der Heerscharen, zum Weinen und zur Wehklage auf, zum Kahlscheren und zum Umgrten von Sacktuch. $13$ Aber siehe, Wonne und Freude, Rindert”ten und Schafeschlachten, Fleischessen und Weintrinken: Laát uns essen und trinken, denn morgen sterben wir! $14$ Aber der HERR der Heerscharen hat sich meinen Ohren geoffenbart: Wenn euch diese Schuld vergeben wird, bis ihr sterbt, spricht der Herr, der HERR der Heerscharen. Absetzung des Schebna, Einsetzung des Eljakim $15$ So sprach der Herr, der HERR der Heerscharen: Auf! Geh zu diesem Verwalter da, zu Schebna, der ber das Haus [des K”nigs bestellt] ist [, und sprich]: $16$ Was hast du hier, und wen hast du hier, daá du dir hier ein Grab aushaust? - [du,] der sein Grab aushaut [hier] auf der H”he, sich eine Wohnung in den Felsen meiáelt? $17$ Siehe, der HERR wird dich weit wegschleudern, [dich] hin und herschtteln, Mann! Er wird dich fest packen, $18$ zu einem Kn„uel wird er dich fest zusammenwickeln, wie den Ball [dich wegschleudern] in ein Land, das nach beiden Seiten weit ausgedehnt ist. Dort wirst du sterben, und dorthin [kommen] deine Prunkwagen, du Schande fr das Haus deines Herrn! $19$ Und ich werde dich von deinem Posten wegstoáen, und aus deiner Stellung wird man dich herunterreiáen. - $20$ Und es wird geschehen an jenem Tag, da werde ich meinen Knecht Eljakim rufen, den Sohn des Hilkija. $21$ Und ich werde ihn mit deinem Leibrock bekleiden und ihm deinen Grtel fest umbinden und werde deine Herrschaft in seine Hand geben. Und er wird den Bewohnern von Jerusalem und dem Haus Juda zum Vater sein. $22$ Und ich werde den Schlssel des Hauses David auf seine Schulter legen. Er wird ”ffnen, und niemand wird schlieáen, er wird schlieáen, und niemand wird ”ffnen. $23$ Und ich werde ihn als Pflock einschlagen an einen festen Ort; und er wird seinem Vaterhaus zum Thron der Wrde sein. $24$ Dann werden sie sich an ihn h„ngen - die ganze Brde seines Vaterhauses: die Spr”álinge und die Sch”álinge, alle kleinen Gef„áe, von den Beckengef„áen bis zu allen Kruggef„áen. $25$ An jenem Tag, spricht der HERR der Heerscharen, wird der Pflock weichen, der an einem festen Ort eingeschlagen war, und er wird abgehauen werden und fallen, und die Last, die er trug, wird beseitigt werden. Denn der HERR hat geredet. Ausspruch ber Tyrus V. 1-14: Jer 25,22; Hes 26-28; Am 1,9.10; Sach 9,2-4 \23\ $1$ Ausspruch ber Tyrus. Heult, ihr Schiffe von Tarsis! Denn es ist verwstet, ohne Haus. Beim Heimkommen aus dem Land Kittim ist es ihnen kundgeworden. $2$ Wehklagt, ihr Bewohner der Kste, Kaufmann von Sidon, der ber das Meer fuhr - sie haben dich angefllt - $3$ und ber gewaltige Wasser! Die Saat des Schihor, die Ernte des Nil war ihr Ertrag; und sie war der Handelsgewinn der Nationen. $4$ Sei besch„mt, Sidon! Denn das Meer spricht, das Meer, [deine] Zuflucht: Ich habe keine Wehen gehabt und nicht geboren und keine jungen M„nner groágezogen noch Jungfrauen auferzogen. $5$ Sobald die Nachricht nach Žgypten kommt, werden sie sich winden wie bei der Nachricht von Tyrus. $6$ Fahrt hinber nach Tarsis! Heult, ihr Bewohner der Kste! $7$ Ist das eure ausgelassene [Stadt], deren Ursprung in den Tagen der Urzeit [liegt], deren Fáe sie hintragen, in der Ferne [als Fremde] zu wohnen? $8$ Wer hat dies beschlossen ber Tyrus, die Kronenspenderin, deren Kaufleute Oberste, deren H„ndler die Geehrten der Erde waren? $9$ Der HERR der Heerscharen hat es beschlossen, um den Hochmut aller Herrlichkeit zu entweihen, um alle Geehrten der Erde ver„chtlich zu machen. $10$ Bearbeite dein Land, wie [man es am] Nil [tut], Tochter Tarsis! Es gibt keine Werft mehr. $11$ Er hat seine Hand ber das Meer ausgestreckt, hat K”nigreiche in Beben versetzt; der HERR hat gegen Kanaan aufgetragen, seine Festungen zu zerst”ren. $12$ Und er sprach: Du sollst nicht mehr frohlocken, du gesch„ndete Jungfrau, Tochter Sidon! Mache dich auf nach Kittim, fahre hinber! Auch dort wirst du keine Ruhe haben. $13$ Siehe, das Land der Kitt„er, dieses Volk gibt es nicht [mehr]! - Assur hatte es fr seine Schiffe bestimmt. - Man hat Belagerungstrme [gegen es] errichtet, seine Pal„ste bloágelegt, es zu einem Trmmerhaufen gemacht. $14$ Heult, ihr Schiffe von Tarsis! Denn eure Festung ist verwstet. $15$ Und es wird geschehen an jenem Tag, da wird Tyrus siebzig Jahre vergessen sein, [solange] wie die [Lebens]tage eines K”nigs [w„hren]. Am Ende von siebzig Jahren [aber] wird es Tyrus ergehen, wie [es in] dem Lied von der Hure [heiát]: $16$ Nimm die Zither, geh umher in der Stadt, vergessene Hure! Spiel, so gut du kannst, sing Lied um Lied, daá man sich an dich erinnert! $17$ Denn es wird am Ende von siebzig Jahren geschehen, da wird der HERR Tyrus [wieder] heimsuchen. Und sie wird wieder zu ihrem Hurenlohn kommen und wird Hurerei treiben mit allen K”nigreichen der Erde [, die] auf der Fl„che des Erdbodens [sind]. $18$ Und ihr Handelsgewinn und ihr Hurenlohn wird dem HERRN heilig sein. Er wird nicht angeh„uft und nicht aufbewahrt werden, sondern ihr Handelsgewinn wird fr die sein, die vor dem HERRN wohnen, damit sie essen, bis sie satt sind, und pr„chtig gekleidet seien. Verwstung des Landes als Heimsuchung Gottes \24\ $1$ Siehe, der HERR entleert die Erde und verheert sie und kehrt ihre Oberfl„che um und zerstreut ihre Bewohner. $2$ Und wie dem Volk, so ergeht es dem Priester; wie dem Knecht, so seinem Herrn; wie der Magd, so ihrer Gebieterin; wie dem K„ufer, so dem Verk„ufer; wie dem Verleiher, so dem Borger; wie dem Schuldner, so seinem Gl„ubiger. $3$ V”llig ausgeleert wird die Erde und geplndert, denn der HERR hat dieses Wort geredet. $4$ Es vertrocknet, es welkt das Land, es schmachtet, es welkt der Erdkreis, es schmachten die Hohen des Volkes im Land. $5$ Und die Erde ist entweiht worden unter ihren Bewohnern. Denn sie haben die Gesetze bertreten, die Ordnungen berschritten, den ewigen Bund ungltig gemacht! $6$ Darum hat der Fluch die Erde verzehrt, und es báen, die auf ihr wohnen. Darum sind die Bewohner der Erde dahingeschwunden, und wenig Menschen bleiben brig. $7$ Es vertrocknet der Most, es welkt der Weinstock, es seufzen alle, die frohen Herzens waren. $8$ Ins Stocken geraten ist die Freude der Tamburine, der L„rm der Ausgelassenen hat aufgeh”rt, es stockt die Freude der Zither. $9$ Man trinkt keinen Wein mehr mit Gesang, bitter schmeckt der Rauschtrank denen, die ihn trinken. $10$ Zertrmmert ist die ”de Stadt, verschlossen jedes Haus, so daá niemand hineinkommt. $11$ Klagegeschrei um den Wein [hallt] auf den Straáen; untergegangen ist alle Festfreude, verschwunden die Freude der Erde. $12$ In der Stadt ist [nur] Verwstung briggeblieben, und das Tor wurde zu Trmmern zerschlagen. $13$ Denn so wird es geschehen mitten auf der Erde, mitten unter den V”lkern: wie beim Abschlagen der Oliven, wie bei der Nachlese, wenn die Weinernte zu Ende ist. $14$ Jene werden ihre Stimme erheben, werden jubeln. šber die Hoheit des HERRN jauchzen sie vom Meer her: $15$ Darum gebt dem HERRN Ehre im Osten, auf den Inseln des Meeres dem Namen des HERRN, des Gottes Israels! $16$ Vom Ende der Erde her h”ren wir Ges„nge: Herrlichkeit dem Gerechten! - Da sagte ich: Ich vergehe, ich vergehe, wehe mir! R„uber rauben, und r„uberisch raubend rauben sie. $17$ Grauen und Grube und Garn ber dich, Bewohner der Erde! $18$ Und es geschieht, wer vor der Stimme des Grauens flieht, f„llt in die Grube; und wer aus der Grube heraufsteigt, wird im Garn gefangen. Denn die Fenster in der H”he tun sich auf, und es erbeben die Grundfesten der Erde. $19$ Berstend zerbirst die Erde, brechend zerbricht die Erde, wankend wankt die Erde, $20$ taumelnd taumelt die Erde wie ein Betrunkener und schwankt hin und her wie eine Nachthtte. Und schwer lastet auf ihr ihr [Treu]bruch: sie f„llt und steht nicht wieder auf. $21$ Und an jenem Tag wird es geschehen, da wird der HERR das Heer der H”he heimsuchen in der H”he und die K”nige der Erde auf der Erde. $22$ Sie werden eingesperrt, wie man Gefangene in die Grube einsperrt, ja, sie werden in den Kerker eingeschlossen und nach vielen Tagen heimgesucht werden. $23$ Da wird der Mond schamrot werden und die Sonne sich sch„men. Denn der HERR der Heerscharen herrscht als K”nig auf dem Berg Zion und in Jerusalem, und vor seinen Žltesten ist Herrlichkeit. Freude im zuknftigen Friedensreich \25\ $1$ HERR, du bist mein Gott! Ich will dich erheben, preisen will ich deinen Namen. Denn du hast Wunder gewirkt, Ratschlsse von fernher, Treue [und] Wahrheit. $2$ Denn du hast aus einer Stadt einen Steinhaufen gemacht, die uneinnehmbare Stadt zu einem Trmmerhaufen, den Palast der Fremden, daá sie keine Stadt mehr ist: sie wird in Ewigkeit nicht [mehr] aufgebaut werden. $3$ Darum wird ein starkes Volk dich ehren, St„dte gewaltt„tiger Nationen werden dich frchten. $4$ Denn du bist dem Geringen eine Festung gewesen, eine Festung dem Armen in seiner Bedr„ngnis, eine Zuflucht vor dem Wolkenbruch, ein Schatten vor der Hitze. Denn das Schnauben der Gewaltt„tigen ist wie ein Unwetter im Winter, $5$ wie Hitze in einer drren Gegend. Du demtigst das L„rmen der Fremden. [Wie] die Hitze durch den Schatten einer Wolke, so wird der Gesang der Gewaltt„tigen ged„mpft. $6$ Und der HERR der Heerscharen wird auf diesem Berg allen V”lkern ein Mahl von fetten Speisen bereiten, ein Mahl von alten Weinen, von markigen fetten Speisen, gel„uterten alten Weinen. $7$ Dann wird er auf diesem Berg die Hlle verschlingen, die das Gesicht aller V”lker verhllt, und die Decke, die ber alle Nationen gedeckt ist. $8$ Den Tod verschlingt er auf ewig, und der Herr HERR wird die Tr„nen abwischen von jedem Gesicht, und die Schmach seines Volkes wird er von der ganzen Erde hinwegtun. Denn der HERR hat geredet. $9$ An jenem Tag wird man sagen: Siehe da, unser Gott, auf den wir hofften, daá er uns rette! Da ist der HERR, auf den wir hofften! Wir wollen jauchzen und uns freuen in seiner Rettung! $10$ Denn die Hand des HERRN wird auf diesem Berg ruhen. Aber Moab wird unter ihm zertreten werden, wie man Stroh zertritt in einer Mistlache. $11$ Und breitet es seine H„nde darin aus, wie der Schwimmer sie ausbreitet, um zu schwimmen, dann wird er seinen Hochmut erniedrigen trotz der [geschickten] Bewegungen seiner H„nde. $12$ Und deine festen, hochragenden Mauern wird er niederwerfen, niederstrzen, zu Boden stoáen bis in den Staub. Zuknftiges Lob Israels und Bitte um weiteres Heil \26\ $1$ An jenem Tag wird dieses Lied im Land Juda gesungen werden: Wir haben eine starke Stadt. Zur Rettung setzt er Mauern und Bollwerk. $2$ Macht die Tore auf, daá eine gerechte Nation, die einzieht, Treue bewahrt! $3$ Bew„hrten Sinn bewahrst du in Frieden, in Frieden, weil er auf dich vertraut. $4$ Vertraut auf den HERRN fr immer! Denn in Jah, dem HERRN, ist ein Fels der Ewigkeiten. $5$ Denn die, die in der H”he wohnen, hat er niedergeworfen, die hochragende Stadt; er hat sie niedergestrzt, hat sie zu Boden niedergestrzt, hat sie niedergestoáen bis in den Staub. $6$ Es zertritt sie der Fuá, die Fáe der Elenden, die Tritte der Geringen. - $7$ Der Pfad fr den Gerechten ist Geradheit; gerade ist der Weg des Gerechten, den du bahnst. $8$ Selbst auf dem Pfad deiner Gerichte, HERR, haben wir auf dich gewartet. Nach deinem Namen und nach deinem Lobpreis [ging] das Verlangen der Seele. $9$ Mit meiner Seele verlangte ich nach dir in der Nacht; ja, mit meinem Geist in meinem Innern suchte ich dich. Denn wenn deine Gerichte die Erde [treffen], lernen die Bewohner des Erdkreises Gerechtigkeit. $10$ Wird dem Gottlosen Gnade zuteil, lernt er nicht Gerechtigkeit: im Land der Geradheit handelt er unrecht und sieht nicht die Hoheit des HERRN. $11$ HERR, deine Hand ist hoch erhoben, sie wollen es nicht sehen. Sehen werden sie den Eifer um das Volk und zuschanden werden; ja, Feuer [gegen] deine Gegner wird sie verzehren. - $12$ HERR, du wirst uns Frieden geben, denn du hast ja alle unsere Werke fr uns vollbracht. $13$ HERR, unser Gott, ber uns haben auáer dir [andere] Herren geherrscht; allein durch dich haben wir an deinen Namen gedacht. $14$ Tote werden nicht lebendig, Schatten stehen nicht [wieder] auf. Darum hast du sie heimgesucht und ausgerottet und hast jede Erinnerung an sie verlorengegeben. $15$ Du hast die Nation vermehrt, HERR, du hast die Nation vermehrt, du hast dich verherrlicht. Du hast alle Grenzen des Landes erweitert. $16$ HERR, in der Not haben sie dich gesucht. Als deine Zchtigung sie bedr„ngte, schrieen sie. $17$ Wie eine Schwangere, die, dem Geb„ren nahe, sich windet, um Hilfe schreit in ihren Wehen, so sind wir, HERR, vor deinem Angesicht gewesen. $18$ Wir gingen schwanger, wir wanden uns. [Doch es war,] als ob wir Wind geboren h„tten: Rettung verschafften wir dem Land nicht, und Bewohner der Welt wurden nicht geboren. $19$ Deine Toten werden lebendig, meine Leichen [wieder] auferstehen. Wacht auf und jubelt, Bewohner des Staubes! Denn ein Tau der Lichter ist dein Tau, und die Erde wird die Schatten geb„ren. $20$ Geh hin, mein Volk, tritt ein in deine Zimmer und schlieá deine Tr hinter dir zu! Verbirg dich einen kleinen Augenblick, bis die Verwnschung vorbergeht! $21$ Denn siehe, der HERR zieht aus seiner St„tte aus, um die Schuld der Erdenbewohner an ihnen heimzusuchen. Dann wird die Erde ihr Blut enthllen und nicht l„nger ihre Erschlagenen bedecken. Drohendes Gericht ber die Weltm„chte - Sammlung Israels \27\ $1$ An jenem Tag wird der HERR mit seinem harten, groáen und starken Schwert heimsuchen den Leviatan, die flchtige Schlange, und den Leviatan, die gewundene Schlange, und wird das Ungeheuer erschlagen, das im Meer ist. $2$ An jenem Tag [wird man sagen]: Ein pr„chtiger Weinberg! Besingt ihn! $3$ Ich, der HERR, behte ihn, bew„ssere ihn alle Augenblicke. Damit ihm nichts zust”át, behte ich ihn Nacht und Tag. $4$ Zorn habe ich nicht. Oh, f„nde ich Dornen und Disteln [darin], im Kampf wrde ich auf sie losgehen, sie allesamt verbrennen! $5$ Oder man máte meinen Schutz ergreifen, Frieden mit mir machen, Frieden machen mit mir. $6$ In den kommenden [Tagen] wird Jakob Wurzeln schlagen, Israel blhen und knospen; und sie werden mit Frchten fllen die Fl„che des Erdkreises. $7$ Hat er es geschlagen, wie er die schlug, die es schlugen? Oder ist er ermordet worden, wie seine M”rder ermordet wurden? $8$ Mit Maáen, als du es verstieáest, hast du mit ihm einen Rechtsstreit gefhrt. Er trieb es fort mit seinem heftigen Hauch am Tag des Ostwindes. $9$ Wahrlich, dadurch wird die Schuld Jakobs geshnt werden. Und dies ist die ganze Frucht der Hinwegnahme seiner Snde: daá es alle Altarsteine zerschlagenen Kalksteinen gleichmachen wird [und] Bilder der Ascherim und R„ucheralt„re sich nicht mehr erheben. $10$ Denn die befestigte Stadt ist einsam, eine preisgegebene Wohnst„tte und verlassen wie die Steppe. Dort weidet der Jungstier, und dort lagert er und friát ihre Zweige kahl. $11$ Wenn ihre Zweige drr geworden sind, werden sie abgebrochen: Frauen kommen, znden sie an. Denn es ist kein verst„ndiges Volk. Darum erbarmt sich ber sie nicht, der es gemacht hat, und der es gebildet hat, erweist ihm keine Gnade. $12$ Und an jenem Tag wird es geschehen, da wird der HERR [Žhren] ausklopfen vom Euphratstrom an bis zum Bach Žgyptens, und ihr werdet zusammengelesen werden, einer nach dem andern, ihr S”hne Israel. $13$ Und an jenem Tag wird es geschehen, da wird in ein groáes Horn gestoáen werden, und die Verlorenen im Land Assur und die Vertriebenen im Land Žgypten werden kommen und den HERRN anbeten auf dem heiligen Berg in Jerusalem. Drohendes Gericht ber Samaria und Warnung an Jerusalem \28\ $1$ Wehe der stolzen Krone der Betrunkenen Ephraims und der welkenden Blume seiner herrlichen Pracht auf dem Haupt des fetten Tales der vom Wein Bezwungenen! $2$ Siehe, einen Starken und M„chtigen hat der Herr. Wie ein Hagelwetter, wie ein verheerender Sturmwind, wie ein Unwetter gewaltiger, berflutender Wasser reiát er zu Boden mit Macht. $3$ Mit Fáen wird zertreten die stolze Krone der Betrunkenen Ephraims. $4$ Und der welkenden Blume seiner herrlichen Pracht auf dem Haupt des fetten Tales ergeht es wie dessen Frhfeige vor der Obsternte: kaum ist sie in der Hand dessen, der sie erblickt, da verschlingt er sie. $5$ An jenem Tag wird der HERR der Heerscharen fr den šberrest seines Volkes zur herrlichen Krone und zum pr„chtigen Kranz $6$ und zum Geist des Rechts dem, der zu Gericht sitzt, und zur Heldenkraft denen, die den Kampf zurckdr„ngen ans Tor. $7$ Und auch diese wanken vom Wein und taumeln vom Rauschtrank: Priester und Prophet wanken vom Rauschtrank, sind verwirrt vom Wein, taumeln vom Rauschtrank. Sie wanken beim Weissagen, torkeln beim Rechtsprechen. $8$ Denn alle Tische sind voll Unflat [und] Erbrochenem, daá kein Platz mehr da ist. $9$ Wen will er Erkenntnis lehren und wem die Botschaft verst„ndlich machen? [Kindern], die von der Milch entw”hnt, die von den Brsten abgesetzt sind? $10$ Denn [er sagt]: Zaw la zaw, zaw la zaw, kaw la kaw, kaw la kaw, hier ein wenig, da ein wenig! - $11$ Ja, durch stammelnde Lippen und durch eine fremde Sprache wird er zu diesem Volk reden, $12$ er, der zu ihnen sprach: Das ist die Ruhe! Schafft Ruhe dem Ersch”pften! Und das ist die Erquickung! Aber sie wollten nicht h”ren. $13$ Und das Wort des HERRN fr sie wird sein: zaw la zaw, zaw la zaw, kaw la kaw, kaw la kaw, hier ein wenig, da ein wenig; damit sie hingehen und rckw„rts strzen und zerschmettert werden, sich verstricken lassen und gefangen werden. $14$ Darum h”rt das Wort des HERRN, ihr M„nner der Prahlerei, Beherrscher dieses Volkes, das in Jerusalem ist! $15$ Denn ihr sagt: Wir haben einen Bund mit dem Tod geschlossen und mit dem Scheol einen Vertrag gemacht. Wenn die einherflutende Geiáel hindurchf„hrt, wird sie uns nicht erreichen, denn wir haben Lge zu unserer Zuflucht gemacht und in Trug uns geborgen. $16$ Darum, so spricht der Herr, HERR: Siehe, ich lege in Zion einen Grundstein, einen bew„hrten Stein, einen kostbaren Eckstein, felsenfest gegrndet. Wer glaubt, wird nicht [„ngstlich] eilen. $17$ Und ich werde das Recht zur Richtschnur machen und die Gerechtigkeit zur Waage. Hagel wird die Zuflucht der Lge hinwegfegen, und die Wasser werden das Versteck wegschwemmen. $18$ Und euer Bund mit dem Tod wird aufgehoben werden, und euer Vertrag mit dem Scheol wird nicht bestehen bleiben. Wenn die einherflutende Geiáel hindurchf„hrt, dann werdet ihr von ihr zertreten werden. $19$ Sooft sie hindurchf„hrt, wird sie euch erfassen; denn Morgen fr Morgen wird sie hindurchfahren, bei Tag und bei Nacht. Dann wird es lauter Schrecken sein, die Botschaft verst„ndlich zu machen. $20$ Denn das Bett ist zu kurz, um sich auszustrecken, und die Decke zu schmal, um sich einzuhllen. $21$ Denn der HERR wird sich aufmachen wie am Berg Perazim, wie [im] Tal bei Gibeon wird er toben: um sein Werk zu tun - befremdend ist sein Werk # und um seine Arbeit zu verrichten; seltsam ist seine Arbeit. $22$ Und nun, treibt nicht Spott, damit eure Fesseln nicht fester gemacht werden! Denn ich habe von festbeschlossener Vernichtung geh”rt durch den Herrn, den HERRN der Heerscharen, ber die ganze Erde. $23$ Horcht auf und h”rt meine Stimme! Gebt acht und h”rt meine Rede! $24$ Pflgt denn der Pflger den ganzen Tag, um zu s„en? Bricht er [nur] um und eggt [den ganzen Tag] sein Ackerland? $25$ Ist es nicht so: Wenn er dessen Fl„che geebnet hat, streut er Dill und s„t Kmmel, er wirft Weizen, Hirse und Gerste auf das abgesteckte Stck und das Korn an seinen Rand. $26$ So unterwies ihn sein Gott zum richtigen Verfahren, er belehrte ihn. $27$ Denn Dill wird nicht mit dem Dreschschlitten ausgedroschen und das Wagenrad nicht ber Kmmel gerollt, sondern Dill wird mit dem Stab ausgeschlagen und Kmmel mit dem Stock. $28$ Wird Brotkorn zermalmt? Nein, nicht unaufh”rlich drischt es der Drescher. Und wenn er das Rad seines Wagens und seine Pferde [darber] treibt, zermalmt er es [doch] nicht. $29$ Auch dies geht aus vom HERRN der Heerscharen. Er fhrt seinen Plan wunderbar aus, [seine] Weisheit l„át er groá sein. Ankndigung der Angst und Rettung Jerusalems \29\ $1$ Wehe Ariel, Ariel, [du] Stadt, wo David lagerte! Fgt Jahr zu Jahr, laát die Feste kreisen! $2$ Aber ich werde Ariel bedr„ngen, daá es Weh und Wehgeschrei geben wird. Dann wird sie mir wie ein Ariel sein. $3$ Und ich werde mein Lager ringsum gegen dich aufschlagen und dich mit einem Wall einschlieáen und Belagerungswerke gegen dich errichten. $4$ Dann bist du erniedrigt und wirst aus der Erde reden, und aus dem Staub wird deine Rede dumpf ert”nen. Und deine Stimme wird sein wie die eines Totengeistes aus der Erde, und aus dem Staub wird deine Rede flstern. $5$ Aber wie feiner Staub wird die Menge deiner Feinde sein und wie dahinfahrende Spreu die Menge der Gewaltt„tigen. Und pl”tzlich, in einem Augenblick, wird es geschehen: $6$ Vom HERRN der Heerscharen wird sie heimgesucht werden mit Donner und Erdbeben und groáem Get”se, [mit] Wind und Sturm und mit der Flamme eines verzehrenden Feuers. $7$ Und wie ein Traum, [wie] ein Nachtgesicht wird die Menge all der Nationen sein, die Krieg fhren gegen Ariel, und alle, die gegen sie und ihre Befestigung zu Felde ziehen und sie bedr„ngen. $8$ Und es wird sein wie wenn der Hungrige tr„umt: siehe, er iát - dann wacht er auf, und seine Seele ist leer, und wie wenn der Durstige tr„umt: siehe, er trinkt - dann wacht er auf, und siehe, er ist ersch”pft, und seine Seele ist ausged”rrt: so wird die Menge all der Nationen sein, die Krieg fhren gegen den Berg Zion. Verblendung und Verwandlung des Volkes durch Gott $9$ Stutzt und staunt! Seid verblendet und erblindet! Sie sind betrunken, doch nicht vom Wein; sie taumeln, doch nicht vom Rauschtrank. $10$ Denn der HERR hat einen Geist tiefen Schlafs ber euch ausgegossen, ja, verschlossen hat er eure Augen; die Propheten und eure H„upter, die Seher, hat er verhllt. $11$ Und jedes Gesicht ist fr euch geworden wie die Worte einer versiegelten Buchrolle, die man einem gibt, der zu lesen versteht, indem man sagt: Lies das doch! Er aber sagt: Ich kann nicht, denn es ist versiegelt. $12$ Und man gibt die Buchrolle einem, der nicht lesen kann, indem man sagt: Lies das doch! Er aber sagt: Ich kann nicht lesen. $13$ Und der Herr hat gesprochen: Weil dieses Volk mit seinem Mund sich naht und mit seinen Lippen mich ehrt, aber sein Herz fern von mir h„lt und ihre Furcht vor mir [nur] angelerntes Menschengebot ist: $14$ darum, siehe, will ich weiterhin wunderbar mit diesem Volk handeln, wunderbar und wundersam. Und die Weisheit seiner Weisen wird verlorengehen und der Verstand seiner Verst„ndigen sich verbergen. $15$ Wehe denen, die [ihren] Plan tief verbergen vor dem HERRN und deren Werke im Finstern geschehen, und die sagen: Wer sieht uns, und wer erkennt uns? $16$ Oh eure Verkehrtheit! Soll denn der T”pfer dem Ton gleichgeachtet werden? # daá das Werk von seinem Meister sagt: Er hat mich nicht gemacht! # und ein Gebilde von seinem Bildner sagt: Er versteht nichts? $17$ [Dauert] es nicht nur noch eine ganz kurze Weile, daá sich der Libanon in einen Fruchtgarten verwandelt und der Karmel dem Wald gleichgeachtet wird? $18$ An jenem Tag werden die Tauben die Worte des Buches h”ren, und aus Dunkel und Finsternis hervor werden die Augen der Blinden sehen. $19$ Und die Demtigen werden mehr Freude im HERRN haben, und die Armen unter den Menschen werden jubeln ber den Heiligen Israels. $20$ Denn der Gewaltt„tige ist nicht mehr da, und der Sp”tter geht zugrunde. Und ausgerottet werden alle, die auf Unheil bedacht sind, $21$ die den Menschen in einer [Rechts]sache schuldig sprechen und dem Schlingen legen, der im Tor [ber Recht und Unrecht] entscheidet, und mit nichtigen [Beweisgrnden] den Gerechten aus seinem Recht verdr„ngen. $22$ Darum, so spricht der HERR, der Abraham erl”st hat, zum Haus Jakob: Jetzt wird Jakob nicht [mehr] besch„mt werden, und sein Gesicht wird jetzt nicht [mehr] erblassen. $23$ Denn wenn er, [wenn] seine Kinder das Werk meiner H„nde in seiner Mitte sehen, werden sie meinen Namen heiligen; und sie werden den Heiligen Jakobs heiligen und den Gott Israels frchten. $24$ Und die mit irrendem Geist werden Einsicht kennen, und Murrende werden Belehrung annehmen. Warnung vor Hilferuf an Žgypten und Mahnung, dem HERRN zu vertrauen - Zuknftige Erneuerung Jerusalems \30\ $1$ Wehe den widerspenstigen S”hnen, spricht der HERR, die einen Plan machen, aber nicht von mir aus, und Bndnisse weihen, aber nicht nach meinem Geist, um Snde auf Snde zu h„ufen; $2$ die sich aufmachen, um nach Žgypten hinabzuziehen - aber meinen Mund haben sie nicht befragt -, um unter den Schutz des Pharao zu flchten und um Zuflucht zu suchen im Schatten Žgyptens! $3$ Doch der Schutz des Pharao wird euch zur Schande werden und die Zuflucht im Schatten Žgyptens zur Schmach. $4$ Denn seine Obersten waren [zwar] in Zoan, und seine Gesandten erreichten Hanes; $5$ [doch] jeder wird zuschanden an einem Volk, das ihm nichts nutzt, das nicht zur Hilfe und nicht zum Nutzen, sondern zur Schande und auch zur Schmach [dient]. - $6$ Ausspruch ber die Tiere des Sdens: Durch ein Land der Not und der Angst, aus dem L”win und L”we, Giftschlange und fliegende feurige Schlangen [kommen], tragen sie auf dem Rcken von Eseln ihren Reichtum und auf den H”ckern der Kamele ihre Sch„tze zu einem Volk, das nichts ntzt. $7$ Denn umsonst und vergebens wird Žgypten helfen. Darum nenne ich es Rahab, die zum Schweigen Gebrachte. $8$ Geh nun hin, schreib es bei ihnen auf eine Tafel und zeichne es in ein Buch ein, damit es fr einen knftigen Tag bleibe als Zeuge bis in Ewigkeit! $9$ Denn ein widerspenstiges Volk ist es, verlogene S”hne, S”hne, die das Gesetz des HERRN nicht h”ren wollen, $10$ die zu den Sehern sagen: Seht nicht! und zu den Schauenden: Schaut uns nicht das Richtige! Sagt uns Schmeicheleien! Schaut uns T„uschungen! $11$ Weicht ab vom Weg, biegt ab vom Pfad! Laát uns in Ruhe mit dem Heiligen Israels! $12$ Darum, so spricht der Heilige Israels: Weil ihr dieses Wort verwerft und auf Unterdrckung und Arglist vertraut und euch darauf sttzt, $13$ darum wird fr euch diese Schuld wie ein sturzbringender Riá sein, der sich vorschiebt an einer hochragenden Mauer, deren Zusammenbruch in einem Augenblick, pl”tzlich kommt. $14$ Und er wird sie zerbrechen, wie man einen T”pferkrug zerbricht, mitleidslos zertrmmert, und unter dessen Bruchstcken man nicht ein [ganzes] Tongef„á findet, um [damit] Feuer vom Herd zu holen oder Wasser aus einer Wassergrube zu sch”pfen. $15$ Denn so spricht der Herr, HERR, der Heilige Israels: Durch Umkehr und durch Ruhe werdet ihr gerettet. In Stillsein und in Vertrauen ist eure St„rke. Aber ihr habt nicht gewollt. $16$ Ihr sagtet: `Nein, sondern auf Pferden wollen wir fliegen, darum werdet ihr fliehen; und: `Auf Rennern wollen wir reiten, darum werden eure Verfolger [hinter euch her] rennen. $17$ Je ein Tausend [wird fliehen] vor dem Drohen eines einzigen. Vor dem Drohen von Fnfen werdet ihr [alle] fliehen, bis ihr [nur noch] ein Rest seid wie eine Signalstange auf der Spitze des Berges und wie ein Feldzeichen auf dem Hgel. $18$ Und darum wird der HERR darauf warten, euch gn„dig zu sein, und darum wird er sich erheben, sich ber euch zu erbarmen. Denn ein Gott des Rechts ist der HERR. Glcklich alle, die auf ihn harren! $19$ Ja, [du] Volk aus Zion, das in Jerusalem wohnt, du wirst nicht mehr weinen! Er wird dir gewiá Gnade erweisen auf die Stimme deines Hilfegeschreis. Sobald er h”rt, wird er dir antworten. $20$ Und hat der Herr euch auch Brot der Not und Wasser der Bedr„ngnis gegeben, so wird dein Lehrer sich nicht mehr verbergen, sondern deine Augen werden deinen Lehrer sehen. $21$ Und wenn ihr zur Rechten oder wenn ihr zur Linken abbiegt, werden deine Ohren ein Wort hinter dir her h”ren: Dies ist der Weg, den geht! $22$ Dann wirst du den šberzug deiner silbernen Schnitzbilder und die Bekleidung deiner goldenen Guábilder unrein machen. Du wirst sie wegwerfen wie etwas Unreines: Dreck! wirst du dazu sagen. - $23$ Und er wird Regen geben deiner Saat, mit der du den Erdboden bes„st, und Brot als Ertrag des Erdbodens, und [alles] wird saftig und fett sein. Deine Herden werden an jenem Tag weiden auf weitem Weidegrund. $24$ Und die Rinder und Esel, die den Erdboden bearbeiten, werden gemischtes Sauerfutter fressen, das man mit Schaufel und mit der Gabel geworfelt hat. $25$ Und auf jedem hohen Berg und auf jedem hochragenden Hgel werden B„che, Wasserl„ufe sein am Tag des groáen Mordens, wenn Trme fallen. $26$ Dann wird das Licht des Mondes sein wie das Licht der Sonne, und das Licht der Sonne wird siebenfach sein wie das Licht von sieben Tagen, an dem Tag, da der HERR den Bruch seines Volkes verbinden und die Wunde seines Schlages heilen wird. Drohendes Gericht ber die Feinde, besonders ber Assur $27$ Siehe, der Name des HERRN kommt von weit her mit seinem brennenden Zorn und wuchtigem Auffahren. Seine Lippen sind voller Grimm, und seine Zunge ist wie ein verzehrendes Feuer $28$ und sein Atem wie ein berflutender Bach, der bis an den Hals reicht: um die Nationen zu schwingen mit dem Schwingsieb des Nichts und einen irrefhrenden Zaum an die Kinnbacken der V”lker [zu legen]. $29$ Das Lied werdet ihr [auf den Lippen] haben wie in der Nacht, in der das Fest gefeiert wird, und Freude im Herzen wie der, der unter Fl”tenspiel hinaufzieht, um auf den Berg des HERRN zu kommen, zum Felsen Israels. $30$ Dann wird der HERR h”ren lassen die Hoheit seiner Stimme und sehen lassen das Niederfahren seines Armes mit wtendem Zorn und einer Flamme verzehrenden Feuers, [unter] Platzregen und Wolkenbruch und Hagelsteinen. $31$ Ja, von der Stimme des HERRN wird Assur zerschlagen, wenn er mit dem Stock dreinschl„gt. $32$ Und es wird geschehen, jeder Hieb der Zuchtrute, die der HERR auf es niedersausen l„át, [erfolgt] unter Tamburin- und Zitherspiel. Und mit geschwungenem Arm wird er gegen es k„mpfen. $33$ Denn l„ngst ist eine Feuerst„tte hergerichtet. Auch fr den K”nig ist sie bereitet, tief [und] weit hat er sie gemacht. Ihr Scheiterhaufen [ist fr] das Feuer und [hat] Holz in Menge. Wie ein Schwefelstrom setzt der Atem des HERRN ihn in Brand. Warnung vor Hilferuf an Žgypten - Ansage der Hilfe des HERRN gegen Assur \31\ $1$ Wehe denen, die nach Žgypten hinabziehen um Hilfe, sich auf Pferde sttzen und die ihr Vertrauen auf Wagen setzen, weil es viele sind, und auf Reiter, weil sie zahlreich sind; die aber auf den Heiligen Israels nicht schauen und nach dem HERRN nicht fragen! $2$ Doch auch er ist weise und bringt Unglck herbei und nimmt seine Worte nicht zurck. Sondern er steht auf gegen das Haus der šbelt„ter und gegen die Hilfe derer, die Unrecht tun. $3$ Auch die Žgypter sind Menschen und nicht Gott, und ihre Pferde sind Fleisch und nicht Geist. Und der HERR streckt seine Hand aus, da strzt der Helfer, und der, dem geholfen wird, f„llt. Und alle miteinander gehen sie zugrunde. $4$ Denn so hat der HERR zu mir gesprochen: Wie der L”we und der Jungl”we, gegen den die Menge der Hirten zusammengerufen wird, ber seinem Raub knurrt, vor ihrer Stimme nicht erschrickt und vor ihrem L„rmen sich nicht duckt, so wird der HERR der Heerscharen herabsteigen, um auf dem Berg Zion und auf seinem Hgel zu k„mpfen. $5$ Wie schwebende V”gel, so wird der HERR der Heerscharen Jerusalem beschirmen: beschirmen und erretten, schonen und befreien. - $6$ Kehrt um, S”hne Israel, zu dem, von dem ihr so tief abgefallen seid! $7$ Denn an jenem Tag wird jeder von ihnen seine G”tzen aus Silber und seine G”tzen aus Gold verwerfen, die eure H„nde euch zur Snde gemacht haben. $8$ Und Assur wird fallen durch das Schwert, [aber] nicht [durch das] eines Mannes; und das Schwert, [aber] nicht [das eines] Menschen, wird es fressen. Und es wird vor dem Schwert fliehen, und seine jungen Krieger werden zur Zwangsarbeit [gezwungen] werden. $9$ Und sein Fels wird vor Schrecken vergehen, und seine Obersten werden fahnenflchtig, spricht der HERR, der sein Feuer in Zion und seinen Ofen in Jerusalem hat. Das zuknftige Reich der Gerechtigkeit - Heil durch Ausgieáen des Geistes Gottes \32\ $1$ Siehe, ein K”nig wird in Gerechtigkeit regieren; und die Obersten, sie werden nach Recht herrschen. $2$ Und jeder wird sein wie ein Bergungsort vor dem Wind und ein Schutz vor dem Wolkenbruch, wie Wasserb„che in drrer Gegend, wie der Schatten eines gewaltigen Felsens im lechzenden Land. $3$ Da werden die Augen der Sehenden nicht [mehr] verklebt sein, und die Ohren der H”renden werden aufmerksam sein. $4$ Und das Herz der Unbesonnenen wird auf Erkenntnis achtgeben, und die Zunge der Stammelnden wird flieáend Deutliches reden. $5$ Der T”richte wird nicht mehr edel genannt und der Schurke nicht mehr vornehm geheiáen werden. $6$ Denn ein t”richter [Mensch] redet T”richtes. Und sein Herz bereitet Unheil, Ruchloses zu tun und Irrefhrendes gegen den HERRN zu reden, um die Seele des Hungrigen leer zu lassen und dem Durstigen den Trank zu verweigern. $7$ Und die Werkzeuge des Schurken sind b”se: er beschlieát b”se Anschl„ge, um die Elenden durch Lgenreden zugrunde zu richten, selbst wenn der Arme redet, [was] Recht [ist]. $8$ Aber der Edle beschlieát Edles, und auf Edlem besteht er. $9$ Steht auf, ihr sorglosen Frauen, h”rt meine Stimme, ihr T”chter, die ihr so sicher seid, nehmt zu Ohren meine Rede! $10$ šber Jahr und Tag, da werdet ihr zittern, ihr Sicheren. Denn die Weinlese ist dahin, die Obsternte kommt nicht. $11$ Bebt, ihr Sorglosen; zittert, ihr Sicheren! Zieht euch aus und entbl”át euch und umgrtet die Lenden [mit Sacktuch]! $12$ An die Brust schl„gt man sich wegen der pr„chtigen Fluren, wegen des fruchtbaren Weinstocks, $13$ wegen des Ackerlandes meines Volkes, das in Gestrpp [und] Dornen aufgeht, ja, wegen aller H„user [voller] Freude [in] der ausgelassenen Stadt. $14$ Denn der Palast ist aufgegeben, ver”det das Getmmel der Stadt. Ofel und Wachtturm dienen als H”hlen fr ewig, zur Freude der Wildesel, zur Weidefl„che der Herden, $15$ bis der Geist aus der H”he ber uns ausgegossen wird und die Wste zum Fruchtgarten wird und der Fruchtgarten dem Wald gleichgeachtet wird. $16$ In der Wste wird das Recht sich niederlassen und die Gerechtigkeit im Fruchtgarten wohnen. $17$ Und das Werk der Gerechtigkeit wird Friede sein und der Ertrag der Gerechtigkeit Ruhe und Sicherheit fr ewig. $18$ Dann wird mein Volk wohnen an einer Wohnst„tte des Friedens und in sicheren Wohnungen und an sorgenfreien Ruhepl„tzen. - $19$ Und strzen wird mit [m„chtigem] Sturz der Wald und die Stadt in Niedrigkeit versinken. - $20$ Glcklich ihr, die ihr an allen Wassern s„t und Rind und Esel freien Lauf laát! Jerusalems Not, Rettung und zuknftiges Glck \33\ $1$ Wehe dir, Verwster, der du selbst nicht verwstet wurdest, und dir, Treuloser, an dem man nicht treulos gehandelt hat! Sobald du das Verwsten beendet hast, wirst du verwstet werden. Sobald du mit der Treulosigkeit fertig bist, wirst du treulos behandelt werden. - $2$ HERR, sei uns gn„dig! Auf dich hoffen wir. Sei unser Arm jeden Morgen, ja, unsere Rettung zur Zeit der Not! - $3$ Vor dem gewaltigen Tosen fliehen die V”lker, vor deinem Aufstehen zerstreuen sich die Nationen. $4$ Und weggerafft wird eure Beute, [wie] Ungeziefer wegrafft. Wie Heuschreckenschw„rme herabstrzen, strzt man sich darauf. - $5$ Hoch erhaben ist der HERR. Denn in der H”he wohnt er. Er fllt Zion mit Recht und Gerechtigkeit. $6$ Und sichere Zeiten wirst du haben: Flle von Heil, von Weisheit und Erkenntnis. Die Furcht des HERRN, sie wird sein Schatz sein. $7$ Siehe, ihre Helden schreien drauáen, die Friedensboten weinen bitterlich. $8$ Ver”det sind die Straáen, der Wanderer zieht nicht mehr hindurch. Man hat den Bund ungltig gemacht, die St„dte verworfen, keinen Menschen geachtet. $9$ Es vertrocknet, es welkt das Land. Besch„mt steht der Libanon da, er ist schwarz geworden. Scharon ist einer Steppe gleich geworden, Basan und Karmel schtteln [ihr Laub] ab. $10$ Jetzt will ich aufstehen, spricht der HERR. Jetzt will ich mich aufrichten, jetzt mich erheben. $11$ Ihr geht schwanger mit Heu, Strohstoppeln werdet ihr geb„ren. Euer Schnauben ist ein Feuer, das euch verzehren wird. $12$ Und die V”lker werden zu Kalk verbrannt, wie abgehauene Dornen, die im Feuer verbrennen. $13$ H”rt, ihr Fernen, was ich getan habe, und ihr Nahen, erkennt meine Macht! $14$ Die Snder in Zion sind erschrocken, Zittern hat die Gottlosen gepackt. `Wer von uns kann sich bei verzehrendem Feuer aufhalten? Wer von uns kann sich bei ewigen Gluten aufhalten? - $15$ Wer in Gerechtigkeit lebt und Wahrheit redet, wer den Gewinn der Erpressungen verwirft, wer seine H„nde schttelt, um keine Bestechung anzunehmen, wer sein Ohr verstopft, um nicht von Bluttaten zu h”ren, und seine Augen verschlieát, um B”ses nicht zu sehen: $16$ der wird auf H”hen wohnen, Felsenfesten sind seine Burg. Sein Brot wird ihm gegeben, sein Wasser versiegt nie. - $17$ Deine Augen werden den K”nig schauen in seiner Sch”nheit, sehen werden sie ein weithin offenes Land. $18$ Dein Herz wird an den Schrecken denken: Wo ist der, der z„hlte? Wo der, der abwog? Wo ist der, der die Trme z„hlte? $19$ Du wirst das freche Volk nicht mehr sehen, das Volk mit dunkler Sprache, die man nicht versteht, mit stammelnder Zunge ohne Sinn. $20$ Schau Zion an, die Stadt unserer Festversammlungen! Deine Augen werden Jerusalem sehen, eine sorgenfreie Wohnst„tte, ein Zelt, das nicht wandern wird, dessen Pfl”cke man ewig nicht herauszieht und von dessen Stricken keiner je zerreiáen wird; $21$ sondern # dort ist ein M„chtiger bei uns, der HERR - [es ist] ein Ort mit Flssen, mit breiten Str”men: keine Ruderflotte f„hrt darauf, und kein m„chtiges Schiff zieht darber hin. $22$ Denn der HERR ist unser Richter, der HERR unser Anfhrer, der HERR unser K”nig. Er wird uns retten. - $23$ Schlaff h„ngen deine Taue. Sie halten das Gestell ihres Mastes nicht fest, halten das Segel nicht ausgebreitet. - Dann wird die Ausbeute des Plndergutes ausgeteilt in Menge, [selbst] Lahme plndern die Beute. $24$ Und kein Einwohner wird sagen: Ich bin schwach. Dem Volk, das darin wohnt, wird die Schuld vergeben sein. Zuknftiges Gericht ber die Feinde Israels, besonders ber Edom V. 1-8: Kap. 63,1-6; V. 1-17: Jer 49,7-22 \34\ $1$ Tretet heran, ihr Nationen, um zu h”ren! Und ihr V”lkerschaften, h”rt aufmerksam zu! Es h”re die Erde und was sie erfllt, der Erdkreis und alles, was ihm entsproát! $2$ Denn der HERR hat einen Zorn auf alle Nationen, und [sein] Grimm [richtet sich] auf ihr ganzes Heer. Er hat an ihnen den Bann vollstreckt, sie zur Schlachtung dahingegeben. $3$ Und ihre Erschlagenen werden hingeworfen, und der Gestank ihrer Leichen steigt auf, und die Berge zerflieáen von ihrem Blut. $4$ Und alles Heer der Himmel zergeht. Und die Himmel werden zusammengerollt wie eine Buchrolle. Und ihr gesamtes Heer verwelkt wie das Laub am Weinstock verwelkt und wie Welkes am Feigenbaum. (Kap. 21,11.12) Hes 25,12-14; 35; Am 1,11.12; Ob $5$ Denn trunken ist im Himmel mein Schwert. Siehe, auf Edom f„hrt es herab und auf das Volk meines Bannes zum Gericht. $6$ Ein Schwert hat der HERR, voll von Blut, es trieft von Fett, vom Blut der L„mmer und B”cke, vom Nierenfett der Widder. Denn ein Schlachtopfer h„lt der HERR in Bozra und ein groáes Schlachten im Land Edom. $7$ Da strzen Bffel mit ihnen hin und Jungstiere samt den starken [Stieren]. Und ihr Land wird trunken von Blut, und ihr Boden trieft von Fett. $8$ Denn einen Tag der Rache hat der HERR, ein Jahr der Vergeltungen fr die Rechtssache Zions. $9$ Und Edoms B„che verwandeln sich in Pech und sein Boden in Schwefel; und sein Land wird zu brennendem Pech. $10$ Tag und Nacht erlischt es nicht, ewig steigt sein Rauch empor. Von Generation zu Generation liegt es in Trmmern, fr immer und ewig zieht niemand hindurch. $11$ Wstenkauz und Igel nehmen es in Besitz, Eule und Rabe wohnen darin. Und er spannt darber die Meáschnur der ™de und das Senkblei der Leere. $12$ Seine Edlen - keine sind da, die das K”nigtum ausrufen; und alle seine Obersten nehmen ein Ende. $13$ Und in seinen Pal„sten gehen Dornen auf, Nesseln und Disteln in seinen befestigten St„dten. Und es wird zur Wohnst„tte der Schakale, zur Siedlung fr Strauáe. $14$ Da treffen Wstentiere mit wilden Hunden zusammen, und Bocksd„monen begegnen einander. Ja, dort rastet die Lilit und findet einen Ruheplatz fr sich. $15$ Dort nistet die Pfeilschlange und legt ihre Eier und brtet und spaltet sie. Ja, dort versammeln sich die Geier, einer zum andern. - $16$ Forscht im Buch des HERRN nach und lest! Es fehlt nicht eins von diesen, keins vermiát das andere. Denn der Mund des HERRN, er hat es befohlen; und sein Geist, er hat sie zusammengebracht. $17$ Und er selbst hat ihnen das Los geworfen, und seine Hand hat es ihnen mit der Meáschnur zugeteilt. Ewig werden sie es besitzen, von Generation zu Generation darin wohnen. Heimkehr Israels nach allem Leid \35\ $1$ Freuen werden sich die Wste und das drre Land, frohlocken wird die Steppe und aufblhen wie eine Narzisse. $2$ Sie wird in voller Blte stehen und frohlocken, ja, frohlockend und jubelnd. Die Herrlichkeit des Libanon ist ihr gegeben, die Pracht von Karmel und Scharon: sehen werden sie die Herrlichkeit des HERRN, die Pracht unseres Gottes. $3$ St„rkt die schlaffen H„nde und festigt die wankenden Knie! $4$ Sagt zu denen, die ein „ngstliches Herz haben: Seid stark, frchtet euch nicht! Siehe, [da ist] euer Gott, Rache kommt, die Vergeltung Gottes! Er selbst kommt und wird euch retten. $5$ Dann werden die Augen der Blinden aufgetan und die Ohren der Tauben ge”ffnet. $6$ Dann wird der Lahme springen wie ein Hirsch, und jauchzen wird die Zunge des Stummen. Denn in der Wste brechen Wasser hervor und B„che in der Steppe. $7$ Und die Wstenglut wird zum Teich und das drre Land zu Wasserquellen. An der Stelle, wo die Schakale lagerten, wird Gras sowie Rohr und Schilf sein. $8$ Und dort wird eine Straáe sein und ein Weg, und er wird der heilige Weg genannt werden. Kein Unreiner wird darber hinziehen, sondern er wird fr sie sein. Wer auf dem Weg geht - selbst Einf„ltige werden nicht irregehen. $9$ Kein L”we wird dort sein, und kein reiáendes Tier wird [auf ihm] hinaufgehen noch dort gefunden werden, sondern die Erl”sten werden darauf gehen. $10$ Und die Befreiten des HERRN werden zurckkehren und nach Zion kommen mit Jubel, und ewige Freude wird ber ihrem Haupt sein. Sie werden Wonne und Freude erlangen, und Kummer und Seufzen werden entfliehen. Belagerung Jerusalems durch Assur zur Zeit des K”nigs Hiskia 2K” 18,13-37; 2Chr 32,1-19 \36\ $1$ Und es geschah im vierzehnten Jahr des K”nigs Hiskia, da zog Sanherib, der K”nig von Assur, herauf gegen alle befestigten St„dte Judas und nahm sie ein. $2$ Und der K”nig von Assur sandte den Rabschake mit einem gewaltigen Heer von Lachisch aus zum K”nig Hiskia nach Jerusalem. Und er stellte sich an der Wasserleitung des oberen Teiches auf, an der Straáe des Walkerfeldes. $3$ Da gingen zu ihm hinaus der Palastvorsteher Eljakim, der Sohn des Hilkija, und der Schreiber Schebna und der Berater Joach, der Sohn Asafs. $4$ Und der Rabschake sprach zu ihnen: Sagt doch zu Hiskia: So spricht der groáe K”nig, der K”nig von Assur: Was ist das fr ein Vertrauen, mit dem du vertraust? $5$ Du sagst: Frwahr, ein bloáes Wort ist [schon] Rat und Macht zum Krieg! Nun, auf wen vertraust du, daá du dich gegen mich emp”rt hast? $6$ Siehe, du vertraust auf diesen geknickten Rohrstab, auf Žgypten, der jedem, der sich auf ihn sttzt, in seine Hand dringt und sie durchbohrt. So ist der Pharao, der K”nig von Žgypten, fr alle, die auf ihn vertrauen. $7$ Wenn du aber zu mir sagst: Auf den HERRN, unsern Gott, vertrauen wir - ist er es nicht, dessen H”hen und Alt„re Hiskia beseitigt hat, als er zu Juda und zu Jerusalem sagte: Vor diesem Altar sollt ihr euch niederwerfen? $8$ Und nun, geh doch mit meinem Herrn, dem K”nig von Assur, eine Wette ein! Ich will dir zweitausend Pferde stellen, wenn du dir [die n”tigen] Reiter dafr aufstellen kannst. $9$ Doch wie willst du [auch nur] einen einzigen [Provinz-]Statthalter zurcktreiben, einen von den geringsten Knechten meines Herrn? Aber du vertraust auf Žgypten wegen der Wagen und Pferde. $10$ Und nun, bin ich ohne den HERRN gegen dieses Land heraufgezogen, um es zu verheeren? Der HERR hat zu mir gesagt: Zieh hinauf in dieses Land und verheere es! $11$ Da sagten Eljakim und Schebna und Joach zum Rabschake: Rede doch zu deinen Knechten aram„isch, denn wir verstehen es, und rede nicht jud„isch zu uns vor den Ohren des Volkes, das auf der Mauer ist! $12$ Doch der Rabschake sagte: Hat mich mein Herr [etwa nur] zu deinem Herrn und zu dir gesandt, um diese Worte zu reden, [und] nicht zu den M„nnern, die auf der Mauer sitzen, um mit euch ihren Kot zu essen und ihren Harn zu trinken? $13$ Und der Rabschake trat hin und rief mit lauter Stimme auf jud„isch und sagte: H”rt die Worte des groáen K”nigs, des K”nigs von Assur! $14$ So spricht der K”nig: Hiskia t„usche euch nicht! Denn er kann euch nicht retten. $15$ Und Hiskia vertr”ste euch nicht auf den HERRN, indem er sagt: Der HERR wird uns gewiá retten; diese Stadt wird nicht in die Hand des K”nigs von Assur gegeben werden! $16$ H”rt nicht auf Hiskia! Denn so spricht der K”nig von Assur: Macht Frieden mit mir und kommt zu mir heraus! Dann soll jeder von seinem Weinstock und jeder von seinem Feigenbaum essen und jeder das Wasser seiner Zisterne trinken, $17$ bis ich komme und euch in ein Land hole wie euer Land, ein Land von Korn und Most, ein Land von Brot und Weinbergen. $18$ Hiskia verfhre euch nicht, indem er sagt: Der HERR wird uns retten! Haben [etwa] die G”tter der Nationen jeder sein Land aus der Hand des K”nigs von Assur gerettet? $19$ Wo sind die G”tter von Hamat und Arpad? Wo die G”tter von Sefarwajim? Und haben sie etwa Samaria aus meiner Hand gerettet? $20$ Welche sind es unter allen G”ttern dieser L„nder, die ihr Land aus meiner Hand gerettet haben, daá der HERR Jerusalem aus meiner Hand retten sollte? $21$ Da schwiegen sie still und antworteten ihm kein Wort. Denn das war der Befehl des K”nigs: Ihr sollt ihm nicht antworten! - $22$ Und Eljakim, der Sohn des Hilkija, der Palastvorsteher und der Schreiber Schebna und der Berater Joach, der Sohn Asafs, kamen mit zerrissenen Kleidern zu Hiskia und berichteten ihm die Worte des Rabschake. Hiskias Hilferuf an Jesaja, sein Gebet und die Rettung Jerusalems 2K” 19,1-37; 2Chr 32,20-23 \37\ $1$ Und es geschah, als der K”nig Hiskia es h”rte, zerriá er seine Kleider, hllte sich in Sacktuch und ging in das Haus des HERRN. $2$ Dann sandte er Eljakim, den Palastvorsteher, den Schreiber Schebna und die Žltesten der Priester, in Sacktuch gehllt, zum Propheten Jesaja, dem Sohn des Amoz. $3$ Und sie sagten zu ihm: So spricht Hiskia: Ein Tag der Bedr„ngnis und der Zchtigung und der Schm„hung ist dieser Tag. Denn die Kinder sind bis an den Muttermund gekommen, aber da ist keine Kraft zu geb„ren. $4$ Vielleicht h”rt der HERR, dein Gott, die Worte des Rabschake, den sein Herr, der K”nig von Assur, gesandt hat, um den lebendigen Gott zu verh”hnen, und bestraft [ihn] wegen der Worte, die der HERR, dein Gott, geh”rt hat. Erhebe doch ein Gebet fr den šberrest, der sich [noch] findet! $5$ So kamen die Knechte des K”nigs Hiskia zu Jesaja. $6$ Und Jesaja sagte zu ihnen: So sollt ihr zu eurem Herrn sagen: So spricht der HERR: Frchte dich nicht vor den Worten, die du geh”rt hast, mit denen die Diener des K”nigs von Assur mich gel„stert haben! $7$ Siehe, ich will ihm einen Geist eingeben, daá er ein Gercht h”ren und in sein Land zurckkehren wird. Dann will ich ihn in seinem Land durchs Schwert f„llen. $8$ Und der Rabschake kehrte zurck und fand den K”nig von Assur im Kampf gegen Libna, denn er hatte geh”rt, daá er von Lachisch aufgebrochen w„re. $9$ Der [K”nig] hatte n„mlich ber Tirhaka, den K”nig von Kusch, sagen h”ren: Er ist ausgezogen, um gegen dich zu k„mpfen. Und als er es h”rte, sandte er Boten zu Hiskia und lieá [ihm] sagen: $10$ So sollt ihr zu Hiskia, dem K”nig von Juda, sagen: Dein Gott t„usche dich nicht, auf den du vertraust, indem du sagst: Jerusalem wird nicht in die Hand des K”nigs von Assur gegeben werden! $11$ Siehe, du hast geh”rt, was die K”nige von Assur mit allen L„ndern getan haben, indem sie an ihnen den Bann vollstreckten. Und du solltest gerettet werden? $12$ Haben die G”tter der Nationen, die meine V„ter vernichtet haben, sie gerettet: Gosan, Haran und Rezef und die S”hne Edens, die in Telassar waren? $13$ Wo ist der K”nig von Hamat und der K”nig von Arpad und der K”nig der Stadt Sefarwajim, [von] Hena und Awa? $14$ Da nahm Hiskia den Brief aus der Hand der Boten und las ihn. Dann ging er hinauf ins Haus des HERRN, und Hiskia breitete ihn vor dem HERRN aus. $15$ Und Hiskia betete zum HERRN: $16$ HERR der Heerscharen, Gott Israels, der du ber den Cherubim thronst, du bist es, der da Gott ist, du allein, fr alle K”nigreiche der Erde. Du hast den Himmel und die Erde gemacht. $17$ Neige, HERR, dein Ohr und h”re! Tue HERR, deine Augen auf und sieh! Ja, h”re all die Worte Sanheribs, der [hierher] gesandt hat, um den lebendigen Gott zu verh”hnen! $18$ Es ist wahr, HERR, die K”nige von Assur haben alle Nationen und ihr Land in Trmmer gelegt. $19$ Und ihre G”tter haben sie ins Feuer geworfen, denn sie waren ja keine G”tter, sondern ein Werk von Menschenh„nden, Holz und Stein, und so konnte man sie vernichten. $20$ Nun aber, HERR, unser Gott, rette uns aus seiner Hand, damit alle K”nigreiche der Erde erkennen, daá du allein der HERR bist! $21$ Da sandte Jesaja, der Sohn des Amoz, zu Hiskia und lieá [ihm] sagen: So spricht der HERR, der Gott Israels: Was du zu mir gebetet hast wegen Sanheribs, des K”nigs von Assur, [habe ich geh”rt]. $22$ Dies ist das Wort, das der HERR ber ihn geredet hat: Es verachtet dich, es verspottet dich die Jungfrau, die Tochter Zion; die Tochter Jerusalem schttelt das Haupt hinter dir her. $23$ Wen hast du verh”hnt und gel„stert und gegen wen die Stimme erhoben? Gegen den Heiligen Israels hast du deine Augen emporgerichtet! $24$ Durch deine Knechte hast du den Herrn verh”hnt und hast gesagt: Mit der Menge meiner Wagen habe ich die H”he der Berge erstiegen, das „uáerste Ende des Libanon. Ich haue den Hochwald seiner Zedern um, die Auslese seiner Wacholderb„ume, ich komme auf seine „uáerste H”he, in das Dickicht seines Baumbestandes. $25$ Ich habe gegraben und Wasser getrunken, und mit der Sohle meiner Fáe trockne ich alle Str”me Mazors aus. $26$ Hast du nicht geh”rt, daá ich lange vorher es gewirkt und von den Tagen der Vorzeit her es gebildet habe? Nun habe ich es kommen lassen, daá du befestigte St„dte verwstest zu ”den Steinhaufen. $27$ Und ihre Bewohner waren machtlos, sie wurden schreckerfllt und zuschanden. Sie waren [wie] Kraut des Feldes und grnes Gras, [wie] Gras auf den D„chern, das vor dem Ostwind verdorrt. $28$ Dein Sitzen und dein Aus- und Eingehen kenne ich, ja, dein Toben gegen mich. $29$ Wegen deines Tobens gegen mich, und weil dein šbermut in meine Ohren heraufgekommen ist, werde ich meinen Ring in deine Nase legen und meinen Zaum an deine Lippen und werde dich zurckfhren auf dem Weg, auf dem du gekommen bist. - $30$ Und dies soll dir das Zeichen sein: Man wird in diesem Jahr den Nachwuchs [der Ernte] essen und im zweiten Jahr den Wildwuchs. Aber im dritten Jahr sollt ihr s„en und ernten, Weinberge pflanzen und ihre Frucht essen. $31$ Und was vom Haus Juda entkommen, was briggeblieben ist, wird wieder wurzeln nach unten und Frucht tragen nach oben. $32$ Denn von Jerusalem wird ein šberrest ausgehen und das Entkommene vom Berg Zion. Der Eifer des HERRN der Heerscharen wird das tun. $33$ Darum, so spricht der HERR ber den K”nig von Assur: Er wird nicht in diese Stadt kommen. Und er wird keinen Pfeil hineinschieáen und ihr nicht mit dem Schild entgegentreten, und er wird keinen Wall gegen sie aufschtten. $34$ Auf dem Weg, den er gekommen ist, auf ihm wird er zurckkehren und wird nicht in diese Stadt kommen, spricht der HERR. $35$ Denn ich will diese Stadt beschirmen, um sie zu retten, um meinetwillen und um meines Knechtes David willen. $36$ Da zog ein Engel des HERRN aus und schlug im Lager von Assur 185 000 [Mann]. Und als man frh am Morgen aufstand, siehe, da [fand man] sie alle tot, [lauter] Leichen. $37$ Und Sanherib, der K”nig von Assur, brach auf, zog fort und kehrte zurck; und er blieb in Ninive. $38$ Und es geschah, als er sich niederwarf im Haus seines Gottes Nisroch, da erschlugen ihn seine S”hne Adrammelech und Sarezer mit dem Schwert; und sie entkamen in das Land Ararat. Und sein Sohn Asarhaddon wurde an seiner Stelle K”nig. Hiskias Krankheit und Genesung - Segen der Krankheit V. 1-8: 2K” 20,1-11; 2Chr 32,24 \38\ $1$ In jenen Tagen wurde Hiskia todkrank. Und der Prophet Jesaja, der Sohn des Amoz, kam zu ihm und sagte zu ihm: So spricht der HERR: Bestelle dein Haus, denn du wirst sterben und nicht am Leben bleiben! $2$ Da wandte Hiskia sein Gesicht zur Wand und betete zu dem HERRN. $3$ Und er sprach: Ach, HERR! Denke doch daran, daá ich vor deinem Angesicht in Treue und mit ungeteiltem Herzen gelebt habe und daá ich getan habe, was gut ist in deinen Augen! Und Hiskia weinte sehr. $4$ Da geschah das Wort des HERRN zu Jesaja: $5$ Geh hin und sage zu Hiskia: So spricht der HERR, der Gott deines Vaters David: Ich habe dein Gebet geh”rt, ich habe deine Tr„nen gesehen! Siehe, ich will zu deinen Tagen fnfzehn Jahre hinzufgen. $6$ Und aus der Hand des K”nigs von Assur will ich dich und diese Stadt retten und will diese Stadt beschirmen. $7$ Und dies wird dir das Zeichen vom HERRN sein, daá der HERR dieses Wort, das er geredet hat, tun wird: $8$ Siehe, ich lasse den Schatten [der Sonnenuhr um so viele] Stufen zurckkehren, wie die Sonne von den Stufen an der Sonnenuhr des Ahas [bereits] abw„rts gegangen ist, zehn Stufen zurck. Da kehrte die Sonne zehn Stufen zurck, an den Stufen, die sie abw„rts gegangen war. $9$ Aufzeichnung Hiskias, des K”nigs von Juda, als er krank gewesen und von seiner Krankheit genesen war. $10$ Ich sagte: In der Mitte meiner Tage soll ich hingehen zu den Pforten des Scheols. Ich bin beraubt des Restes meiner Jahre. $11$ Ich sagte: Ich werde Jah nicht sehen, Jah im Land der Lebendigen, auch nicht Menschen mehr erblicken bei den Bewohnern des Totenreiches. $12$ Meine Htte ist abgebrochen und wurde von mir weggenommen wie ein Hirtenzelt. Wie ein Weber habe ich mein Leben zu Ende gewebt: Vom Kettgarn schnitt er mich los. Vom Tag bis zur Nacht wirst du ein Ende mit mir machen! $13$ Ich schrie um Hilfe bis zum Morgen, [aber] wie ein L”we, so zerbrach er alle meine Gebeine. Vom Tag bis zur Nacht wirst du ein Ende mit mir machen! $14$ Wie eine Schwalbe, eine Drossel, so zwitscherte ich, ich gurrte wie die Taube. Verschmachtend [blickten] meine Augen zur H”he: O Herr, ich bin in Bedr„ngnis! Tritt als Brge fr mich ein! $15$ Was soll ich reden, nachdem er zu mir gesprochen und es selbst ausgefhrt hat? Ich will [dich] loben alle meine Jahre trotz der Betrbnis meiner Seele, $16$ o Herr! [Ich will dich loben] wegen derer, die leben, und fr alles, worin mein Geist lebt. Und du machst mich gesund und erh„ltst mich am Leben. $17$ Siehe, zum Heil wurde mir bitteres Leid: Du, du hast liebevoll meine Seele von der Grube der Vernichtung zurckgehalten, denn alle meine Snden hast du hinter deinen Rcken geworfen. $18$ Denn der Scheol preist dich nicht, der Tod lobsingt dir [nicht]; die in die Grube hinabgefahren sind, hoffen nicht auf deine Treue. $19$ Der Lebende, der Lebende, der preist dich, wie heute ich: der Vater erz„hlt den Kindern von deiner Treue. $20$ Der HERR [war bereit], mich zu retten. Und wir wollen das Saitenspiel erklingen lassen alle Tage unseres Lebens im Haus des HERRN. $21$ Und Jesaja sagte, man solle einen Feigenkuchen [aus] Feigenfrchten nehmen und ihn auf dem Geschwr verstreichen, damit er genese. $22$ Da sprach Hiskia: Was ist das Zeichen, daá ich in das Haus des HERRN hinaufgehen werde? Gesandtschaft aus Babel bei Hiskia und Gottes Gerichtsandrohung 2K” 20,12-19; 2Chr 32,25-31 \39\ $1$ In jener Zeit sandte Merodach-Baladan, der Sohn Baladans, der K”nig von Babel, Brief und Geschenk an Hiskia, denn er hatte geh”rt, daá er krank gewesen und [wieder] zu Kr„ften gekommen war. $2$ Und Hiskia freute sich ber sie und zeigte ihnen sein Schatzhaus: das Silber und Gold, Balsam”le und das k”stliche ™l, sein ganzes Vorratshaus und alles, was sich in seinen Schatzkammern vorfand. Es gab nichts in seinem Haus und in seiner ganzen Herrschaft, das Hiskia ihnen nicht gezeigt h„tte. $3$ Da kam der Prophet Jesaja zum K”nig Hiskia und sprach zu ihm: Was haben diese M„nner gesagt, und woher sind sie zu dir gekommen? Da sagte Hiskia: Aus einem fernen Land sind sie zu mir gekommen, von Babel. $4$ Er aber sprach: Was haben sie in deinem Haus gesehen? Und Hiskia sagte: Sie haben alles gesehen, was in meinem Haus ist. Es gibt nichts in meinen Schatzkammern, das ich ihnen nicht gezeigt h„tte. $5$ Da sprach Jesaja zu Hiskia: H”re das Wort des HERRN der Heerscharen! $6$ Siehe, Tage kommen, da wird alles, was in deinem Haus ist und was deine V„ter bis zum heutigen Tag angeh„uft haben, nach Babel weggebracht werden. Nichts wird brigbleiben, spricht der HERR. $7$ Und von deinen S”hnen, die von dir abstammen, die du zeugen wirst, wird man [einige] nehmen, und sie werden im Palast des K”nigs von Babel Hofbeamte sein. $8$ Da sagte Hiskia zu Jesaja: Das Wort des HERRN ist gut, das du geredet hast. Denn er sagte [sich]: In meinen Tagen wird ja Friede und Sicherheit sein. Botschaft des HERRN von der Erl”sung \40\ $1$ Tr”stet, tr”stet mein Volk! spricht euer Gott. $2$ Redet zum Herzen Jerusalems, und ruft ihm zu, daá sein Frondienst vollendet, daá seine Schuld abgetragen ist! Denn es hat von der Hand des HERRN das Doppelte empfangen fr all seine Snden. $3$ Eine Stimme ruft: In der Wste bahnt den Weg des HERRN! Ebnet in der Steppe eine Straáe fr unseren Gott! $4$ Jedes Tal soll erh”ht und jeder Berg und Hgel erniedrigt werden! Und das H”ckerige soll zur Ebene werden und das Hgelige zur Talebene! $5$ Und die Herrlichkeit des HERRN wird sich offenbaren, und alles Fleisch miteinander wird es sehen. Denn der Mund des HERRN hat geredet. $6$ Eine Stimme spricht: Rufe! Und ich sage: Was soll ich rufen? - Alles Fleisch ist Gras, und all seine Anmut wie die Blume des Feldes. $7$ Das Gras ist verdorrt, die Blume ist verwelkt, denn der Hauch des HERRN hat sie angeweht. Frwahr, das Volk ist Gras. $8$ Das Gras ist verdorrt, die Blume ist verwelkt. Aber das Wort unseres Gottes besteht in Ewigkeit. $9$ Auf einen hohen Berg steig hinauf, du Freudenbotin Zion! Erhebe mit Macht deine Stimme, du Freudenbotin Jerusalem! Erhebe sie, frchte dich nicht! Sprich zu den St„dten Judas: Siehe da, euer Gott! $10$ Siehe, der Herr, HERR, kommt mit Kraft, und sein Arm bt die Herrschaft fr ihn aus. Siehe sein Lohn ist bei ihm, und seine Belohnung [geht] vor ihm her. $11$ Er wird seine Herde weiden wie ein Hirte, die L„mmer wird er in seinen Arm nehmen und in seinem Gewandbausch tragen, die s„ugenden [Muttertiere] wird er [frsorglich] leiten. Die unvergleichliche Gr”áe Gottes $12$ Wer hat die Wasser gemessen mit seiner hohlen Hand und die Himmel abgemessen mit der Spanne? Und wer hat den Staub der Erde mit einem Maá erfaát und die Berge mit der Waage gewogen, die Hgel mit Waagschalen? $13$ Wer hat den Geist des HERRN ermessen, und [wer ist] der Mann seines Rates, den er unterwiese? $14$ Mit wem beriet er sich, daá er ihm Einsicht gegeben und ihn belehrt h„tte ber den Pfad des Rechts und ihn Erkenntnis gelehrt und ihn [ber] den Weg der Einsicht unterwiesen h„tte? $15$ Siehe, Nationen gelten wie ein Tropfen am Eimer und wie Staub auf der Waagschale. Siehe, Inseln hebt er hoch wie ein St„ubchen. $16$ Und der Libanon reicht nicht hin zum Brennholz, und sein Wild reicht nicht hin zum Brandopfer. $17$ Alle Nationen sind wie nichts vor ihm und gelten ihm als nichtig und leer. - V. 18-26: Kap. 44,6-21; Jer 10,1-16 $18$ Mit wem wollt ihr Gott vergleichen, und was fr ein Abbild wollt ihr ihm gegenberstellen? $19$ Der Kunsthandwerker gieát das G”tterbild, der Goldschmied beschl„gt es mit Gold und [mit] silbernen Ketten vom Goldschmied. $20$ Maulbeerholz [w„hlt er], ein Holz, das nicht fault. Er sucht sich einen geschickten Kunsthandwerker, um ein G”tterbild aufzustellen, das nicht wackelt. - $21$ Habt ihr es nicht erkannt? H”rt ihr es nicht? Ist es euch nicht von Anfang an verkndet worden? Habt ihr nicht Einsicht gewonnen von der Grndung der Erde her? $22$ [Er ist es,] der da thront ber dem Kreis der Erde, daá ihre Bewohner wie Heuschrecken [erscheinen], der die Himmel ausspannt wie einen Schleier und ihn ausbreitet wie ein Zelt zum Wohnen, $23$ der die Frsten dem Nichts anheimgibt, die Richter der Erde der Nichtigkeit gleichmacht. $24$ Kaum sind sie gepflanzt, kaum sind sie ges„t, kaum hat ihr Stamm Wurzeln in der Erde getrieben, da bl„st er sie schon an. Sie verdorren, und ein Sturmwind tr„gt sie wie Stoppeln hinweg. $25$ Mit wem denn wollt ihr mich vergleichen, dem ich gleich w„re? spricht der Heilige. $26$ Hebt zur H”he eure Augen [empor] und seht: Wer hat diese [da] geschaffen? Er, der ihr Heer hervortreten l„át nach der Zahl, ruft sie alle mit Namen: Vor [ihm], reich an Macht und stark an Kraft, fehlt kein einziger. $27$ Warum sagst du, Jakob, und sprichst du, Israel: Mein Weg ist verborgen vor dem HERRN, und meinem Gott entgeht mein Recht? $28$ Hast du es nicht erkannt, oder hast du es nicht geh”rt? Ein ewiger Gott ist der HERR, der Sch”pfer der Enden der Erde. Er ermdet nicht und ermattet nicht, unergrndlich ist seine Einsicht. $29$ Er gibt dem Mden Kraft und dem Ohnm„chtigen mehrt er die St„rke. $30$ Jnglinge ermden und ermatten, und junge M„nner straucheln [und] strzen. $31$ Aber die auf den HERRN hoffen, gewinnen neue Kraft: sie heben die Schwingen empor wie die Adler, sie laufen und ermatten nicht, sie gehen und ermden nicht. Das Walten Gottes mit den V”lkern und seinem Knecht Israel nach seiner Vorhersage \41\ $1$ H”rt mir schweigend zu, ihr Inseln! Und die V”lkerschaften sollen neue Kraft gewinnen. Sie sollen herzutreten, dann m”gen sie reden: Laát uns miteinander vor Gericht treten! $2$ Wer hat vom [Sonnen]aufgang her den erweckt, dessen Fuá Gerechtigkeit begegnet? [Wer] gibt Nationen vor ihm dahin und strzt K”nige hinab? Sein Schwert macht sie wie Staub, sein Bogen wie verwehte Strohstoppeln. $3$ Er jagt ihnen nach, zieht wohlbehalten einher, berhrt den Weg nicht mit seinen Fáen. $4$ Wer hat es gewirkt und getan? Der die Generationen ruft von Anbeginn. Ich, der HERR, bin der Erste, und bei den Letzten bin ich derselbe. $5$ Die Inseln haben es gesehen und frchten sich, es erbeben die Enden der Erde. Sie n„herten sich und kamen herbei. $6$ Einer hilft dem andern und sagt zu seinem Bruder: Sei mutig! $7$ Und der Kunsthandwerker ermutigt den Goldschmied. Der mit dem Hammer gl„ttet, [ermutigt] den, der auf den Amboá schl„gt, und sagt von der L”tung: Sie ist gut. Und er befestigt es mit N„geln, daá es nicht wackelt. $8$ Du aber, Israel, mein Knecht, Jakob, den ich erw„hlt habe, Nachkomme Abrahams, meines Freundes, $9$ du, den ich ergriffen von den Enden der Erde und von ihren fernsten Gegenden her gerufen habe, zu dem ich sprach: Mein Knecht bist du, ich habe dich erw„hlt und nicht verworfen - $10$ frchte dich nicht, denn ich bin mit dir! Habe keine Angst, denn ich bin dein Gott! Ich st„rke dich, ja, ich helfe dir, ja, ich halte dich mit der Rechten meiner Gerechtigkeit. $11$ Siehe, besch„mt und zuschanden werden alle, die [in Feindschaft] gegen dich entbrannt sind. Es werden wie nichts und gehen zugrunde die M„nner, die den Rechtsstreit mit dir fhren. $12$ Du wirst sie suchen und nicht finden, die M„nner, die mit dir zanken. Wie nichts und wie Nichtigkeit werden die M„nner, die mit dir Krieg fhren. $13$ Denn ich bin der HERR, dein Gott, der deine Rechte ergreift, der zu dir spricht: Frchte dich nicht! Ich, ich helfe dir! - $14$ Frchte dich nicht, du Wurm Jakob, du H„uflein Israel! Ich, ich helfe dir, spricht der HERR, und dein Erl”ser ist der Heilige Israels. $15$ Siehe, ich habe dich zu einem scharfen, neuen Dreschschlitten gemacht, mit Doppelschneiden versehen: du wirst Berge dreschen und zermalmen und Hgel der Spreu gleichmachen. $16$ Du wirst sie worfeln, und der Wind wird sie forttragen und der Sturm sie zerstreuen. Du aber, du wirst jubeln in dem HERRN und dich rhmen in dem Heiligen Israels. $17$ Die Elenden und die Armen suchen nach Wasser, und es gibt keins, ihre Zunge vertrocknet vor Durst. Ich, der HERR, werde sie erh”ren, ich, der Gott Israels, werde sie nicht verlassen. $18$ Ich werde Str”me ”ffnen auf den kahlen H”hen und Quellen mitten in den Talebenen. Ich werde die Wste zum Wasserteich machen und das drre Land zu Wasserquellen. $19$ Ich werde Zedern in die Wste setzen, Akazien, Myrten und Olivenb„ume, werde Wacholderb„ume in die Steppe pflanzen, Platanen und Zypressen miteinander, $20$ damit sie sehen und erkennen, es merken und verstehen allesamt, daá die Hand des HERRN dies getan und der Heilige Israels es geschaffen hat. $21$ Bringt eure Rechtssache vor! spricht der HERR. Bringt eure Beweise herbei! spricht der K”nig Jakobs. $22$ Sie sollen [sie] herbeibringen und uns verknden, was sich ereignen wird: das Frhere, was war es? Verkndet es, damit wir es uns zu Herzen nehmen! Oder laát uns das Knftige h”ren, damit wir seinen Ausgang erkennen! $23$ Verkndet das sp„ter Kommende, damit wir erkennen, daá ihr G”tter seid! Ja, laát es gut sein oder schlimm sein, daá wir uns gegenseitig ansehen und miteinander erschre